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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Wenn ich könnte, würde ich es verschreiben …

  • Autorenbild: Pataki Veronika
    Pataki Veronika
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

• Reportage •

Wir begegneten uns zum ersten Mal vor einigen Jahren, als ich für einen seiner Schüler als Porträtmodel arbeitete.

Wir waren sofort auf einer Wellenlänge, und noch am selben Abend ging ich erneut zu ihm ins Studio.

Schon damals entstanden magische Bilder, in denen sich die ganze Sensibilität meines damaligen Ichs spiegelte.

Diesmal war es nicht anders.

Mit Norbi zu arbeiten ist sehr intim, weil er die Welt anders wahrnimmt.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - művészi aktfotózás és portfólió fotózás


Er sieht im Gegenüber nicht einfach einen Körper.

Er sieht die Seele.

Wir sind nicht nur Mann und Frau, sondern zwei Menschen.

Es gibt kein Urteil.

Nur Vertrauen und Zuwendung.

Es ist eine kleine gemeinsame Utopie, fast so, als würden wir eine schützende Hülle um uns erschaffen, in der anschließend die Bilder geboren werden können.

Wir beide arbeiten mit Menschen.

Deshalb verstehen wir uns schnell, stimmen uns aufeinander ein und beeinflussen uns gegenseitig.

Zwischen uns findet ein fortlaufendes Spiel statt:


Wir öffnen einander.

Wir testen vorsichtig die Grenzen der Komfortzone des anderen.

Und trotzdem werden wir nicht verletzt, wenn wir die Energie des anderen aufnehmen.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - művészi aktfotózás és portfólió fotózás


Er ist ein Mann.

Ich bin eine Frau.

Und gleichzeitig sind wir in diesem Raum beinahe geschlechtslos.

Essentiell präsent, aber ohne Sexualität.

Rein.

Als wären wir in diesem Moment die besten Freunde.

Wenn mich jemand fragt, wie es sich anfühlt, eine Frau zu sein, werde ich immer ein wenig nachdenklich.

Denn die Frage berührt etwas mit zwei sehr unterschiedlichen Seiten.

Ich liebe es, eine Frau zu sein.

Ich halte es für ein Geschenk des Lebens.

Wir sind stark.

Bewusst.

Klug.

Und vielleicht das Wichtigste:


Wir haben keine Angst zu fühlen.

Danach kommt allerdings die arbeitsintensivere Seite.

Frau zu sein bedeutet einen ständigen Kampf.

Wir kämpfen für uns.

Und wir kämpfen mit uns.

In der materiellen Welt war es schwieriger, sich durchzusetzen — und es wird weiterhin schwieriger sein — wenn man eine Frau ist.

Emotionen, die biologische Uhr und körperliche Gegebenheiten prägen uns.

Im Inneren kämpfen wir damit, in jedem Moment entscheiden zu müssen, welche Seite wir zeigen.

Sind wir stark?

Sind wir leidenschaftliche, instinktive Wesen?

Oder zeigen wir die zarte, mit Spitze bedeckte Porzellanpuppe, die tief in uns verborgen und vor allem geschützt liegt?

Wenn wir diese Spannungen aber durchlebt und in uns ein Gleichgewicht gefunden haben, kommt der Triumph.

Ein Triumph wie bei einem siegreichen Feldherrn, der durch eine jubelnde Menge zieht.

Nur jubeln hier keine Tausenden Menschen.

Unsere Sinne jubeln.

Alles öffnet sich.

Wir spüren jede Pore.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - művészi aktfotózás és portfólió fotózás


Bánhalmi Norbert - profi fotós - művészi aktfotózás és portfólió fotózás


Jeden Atemzug.

Die Welt bekommt wieder Farbe.

Mit diesem Triumph verschwinden viele jener Sätze, die sich wie Brandzeichen in uns eingebrannt haben — Worte von Menschen, die wir aufrichtig geliebt und nah an uns herangelassen hatten.

Norbi hat mir diesen Triumph gegeben.

Fast wie eine Therapie.

Wenn ich könnte, würde ich sie gegen Liebeskummer verschreiben.

Im August ging nach langem Ringen — damit meine ich ungefähr ein Jahr — eine Beziehung zu Ende.

Ich hatte mich bis zum letzten Moment mit jeder Faser daran festgehalten.

Ich klammerte mich an eine Vorstellung, die ein emotional unreifer Mann offensichtlich nicht Wirklichkeit werden lassen konnte.

Ich ignorierte verletzende Bemerkungen, bei denen er vermutlich nicht einmal verstand, wie tief sie den anderen treffen konnten.

Vielleicht erinnerte er sich nicht einmal daran.

Vielleicht war es ihm schlicht egal.

Vielleicht war er so selbstbezogen, dass er nicht bemerkte, wie die Porzellanpuppe unter der Spitze in immer kleinere Stücke zerbrach.

„Ich begehre jede andere Frau mehr als dich.“

„Im Fitnessstudio fühle ich mich besser als zu Hause.“

Und einige ähnliche Sätze, die mein Gedächtnis tatsächlich gelöscht hat.

Ich habe vergeben.

An den Bruchstellen bin ich stärker geworden.

Aber auch flexibler.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - művészi aktfotózás és portfólió fotózás


Und nun stehe ich hier.

28 Jahre alt.

Voller Lebenskraft.

Selbstständig.

Ich kenne mich selbst.

Und ich liebe, was aus mir geworden ist.

Ich bin nicht perfekt.

Ich kenne nicht nur meine Stärken, sondern auch meine Schwächen.

Ich bin eine Frau.

P.S.: Mein Literaturlehrer in der Oberstufe sagte einmal über Adys Léda zu den pubertierenden Jungen in der Klasse:

„Das ist eine Frau, von der ihr unter der Bettdecke höchstens träumen könnt. Klar?!“

Künstlerische Fotografie – Details.


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