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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Wenn du den ganzen Abend nur einen „Tanzpartner“ hast

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

• Professioneller Fotografie-Artikel •

Ein Tanzpartner, mit dem man gleichermaßen innig langsam tanzen, leidenschaftlich rocken und völlig verrückt pogen kann, ist selten.

Das M.Zuiko 17mm PRO ist genau so ein „Tanzpartner“.

Wo soll ich mit dem Schwärmen anfangen? :)

Um zu verstehen, warum ich die Objektive M.Zuiko 17mm PRO, 45mm PRO und 75mm 1:1.8 so sehr liebe und nutze, müssen wir ein wenig in die Vergangenheit zurückblicken.

Es ist spät am Abend.

Ich stehe auf der Bühne eines Ski- und Snowboard-Festivals.

Neben mir sorgt der DJ für eine wahnsinnige Stimmung.

Unter mir tobt die berauschte Menge.

Bei mir habe ich ein M.Zuiko 45mm 1:1.8, ein M.Zuiko 25mm 1:1.8 und mein liebstes kreatives Werkzeug:

die Olympus PEN-F.

Mit der Kamera selbst gibt es kein Problem.

Die beiden Objektive werden in dieser Situation allerdings schwierig.

Ich möchte einzelne Gesichter aus der Menge herauslösen.

Zu meiner großen Überraschung scheitert mein geliebtes 45mm 1:1.8 beinahe sofort.

Die Lichtstärke von f/1.8 reicht nicht für die Verschlusszeit, die ich brauche.

Ich muss die ISO erhöhen.

Und warten.


Bánhalmi Norbert profi fotós - portfólió fotózás és társkereső fotózás


Warten.

Und noch einmal warten.

Das Diskolicht muss genau im richtigen Moment auf ein Gesicht fallen.

Gleichzeitig suche ich natürlich nach dem perfekten Ausdruck.

Eine echte Herausforderung.

Und eine Geduldsprobe.

Kein Problem.

So etwas mag ich.

Schließlich brauche ich für den Artikel nur ein oder zwei perfekte Bilder, und die Party dauert noch lange.

Die Minuten vergehen.

Dann plötzlich:


Vielleicht jetzt.

Jetzt.

Jetzt.

Jaaa.

Das perfekte Bild.

Ich schaue auf die Uhr und bin fassungslos.

Fast 40 Minuten stehe ich bereits auf der Bühne. :O

Egal.

Jetzt brauche ich nur noch den DJ.

Hoppla.

Das ist schon ein anderer.

Verdammt, den richtigen habe ich verpasst.

Jetzt muss ich etwas warten, weil dieser für den Artikel nicht besonders interessant ist.

Der nächste aber schon.

Ich hole das 25mm 1:1.8 heraus.

Damit wird bestimmt alles optimal ins Bild passen, denke ich.

Auf Vollformat entspricht das ungefähr 50mm.

Und 50mm gilt schließlich als echter Allrounder.

Ich beginne zu testen.




Meine Begeisterung sinkt.

Wieder reicht f/1.8 nicht.

Und Vorder- und Hintergrund lassen sich nicht so voneinander trennen, wie ich es möchte.

Das bin ich nicht gewohnt.

Ich war von einer Canon 6D auf Olympus umgestiegen.

Mit einem 50mm f/1.4 an der Canon hätte ich diese Situation problemlos lösen können.

Gut — fairerweise bei ISO 3200.

Außerdem ist mir das 25mm zu eng.

Ich müsste weiter zurück.

Aber dafür gibt es keinen Platz.

Die Situation wird komplizierter.

Und damit zurück in die Gegenwart.

Ich vermute, viele Fotografen kennen ein ähnliches Gefühl, wenn sie mit einem Micro-Four-Thirds-System eine starke Trennung zwischen Motiv und Hintergrund erzeugen wollen.

Nach diesem Event begann ich intensiver zu untersuchen, wie ich selbst bei weniger als einem Meter Abstand einen schön verschwommenen Hintergrund erreichen könnte.

Die wirkliche, elegante Lösung brachten mir zwei Objektive:


das 45mm PRO,

und das etwas weitwinkligere 17mm PRO.

Letzteres entspricht auf Vollformat etwa 35mm — und das ist für mich praktisch für alles perfekt.

Trocken mit Zahlen lässt sich das nur schwer erklären.

Deshalb testete ich das Objektiv mit einem Model sowohl auf der Straße als auch in Innenräumen, damit ich euch das Ergebnis in Bildern zeigen kann.

Auf dem oberen Bild ist das Fenster beispielsweise nur etwa 30–40 cm vom Gesicht des Models entfernt.

Trotzdem hebt sich das Motiv sehr schön vom Hintergrund ab.

Alle folgenden Bilder entstanden bei f/1.2.

Auch beim Detailreichtum sprechen sie meiner Meinung nach für sich.

Seht euch zum Beispiel die Straßenszene an:


Der Hintergrund trennt sich wunderbar vom Model.

Wenn ich die Perspektive bewusst etwas stärker verzerren möchte, gehe ich näher heran.

Aber bereits aus ungefähr 1,5 Metern bekomme ich ein sehr ausgewogenes, proportionales Ergebnis.

Ich liebe es, fotografische Grundregeln zu brechen.

Bei der Komposition mag ich beispielsweise unregelmäßige, „nicht normale“ Einstellungen.

In meiner PEN-F habe ich vier verschiedene Schwarz-Weiß-Profile gespeichert.

Und oft fotografiere ich einfach RAW + JPEG.

Alle hier gezeigten Bilder wurden zusätzlich direkt als JPEG aufgenommen.

Doch was nennen wir eigentlich normal?

Meiner Meinung nach gibt es das gar nicht wirklich.

Jeder findet etwas anderes schön.

Für jeden funktioniert etwas anderes.

Und genau deshalb ist unser Beruf so großartig:


Wir können dieselbe Sache vollkommen unterschiedlich zeigen.

Und letztlich besitzt niemand allein die absolute Wahrheit. :D

Aus all diesen Gründen gilt:


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Wenn ich nur ein einziges Objektiv behalten dürfte, wäre es ganz sicher das 17mm PRO.

Denn auch Tanzen macht nur dann richtig Spaß, wenn man mit seinem Partner zu jeder Musik gemeinsam den Rhythmus fühlt. :)

P.S.: Das M.Zuiko 75mm 1:1.8 ist noch einmal eine ganz eigene Welt. Darüber schreibe ich euch bald ebenfalls etwas. ;)

An dieser Stelle auch vielen Dank für die besonders stimmungsvollen Bilder an eines der professionellsten Models, mit denen ich je arbeiten durfte — und die außerdem Mutter von zwei Kindern ist:

Radogna Melody

Anspruchsvolle Eventfotografie formt aus natürlichen, authentischen Momenten eine visuelle Geschichte, die langfristig genutzt werden kann.


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