Von oben geführt
- Losoncziné Gordos Judit (55)

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
Vor 25 Jahren beendete ich meine erste Ehe.
Zum Glück blieben wir mit dem Vater meiner Kinder in gutem Kontakt.
Die Wohnung blieb bei mir.
Ich tauschte sie später gegen eine andere, die dann leer stand.
Dann lernte ich den Partner meines Lebens kennen.
Wir heirateten und zogen in ein schönes großes Familienhaus.
Alles war in Ordnung.
Und trotzdem verschlechterte sich nach einigen Jahren meine Stimmung.
Auch körperliche Symptome tauchten auf.
Ich verstand nicht warum.
Ich hatte doch alles.
Einen liebevollen Mann.
Ein Unternehmen.
Erfolg in meiner Arbeit.
Kinder.
Geordnete Finanzen.
„Was stimmt mit mir nicht?“, fragte ich mich.
„Geht es mir so gut, dass ich nicht mehr weiß, was ich anfangen soll?“
Dann verschwand eine Krankheit.
Und die nächste kam.
In dieser Phase bekam ich ein Angebot von einer lieben naturheilkundlich arbeitenden Ärztin.
Sie organisierte eine Fastenwoche.
Ich sollte mitkommen.
Lange dachte ich darüber nach.
Mein Mann machte mir Mut.
„Ich bringe dich hin. Wenn du dich nicht wohlfühlst, rufst du mich an und ich hole dich ab.“
Seine Unterstützung half mir bei der Entscheidung.
Ich fuhr für eine Woche.
Und etwas Großes geschah.
Durch die körperliche und seelische Reinigung wurde meine Wahrnehmung stärker.
Ich roch feine Düfte, die ich mit nichts anderem vergleichen konnte.
Jede Bewegung.
Jeder Gedanke.
Alles schien Bedeutung zu bekommen.
Freude durchströmte mich.
Ein Gefühl von Ganzheit.
Ich fand einen Weg nach innen.
Ich lernte:
Suche dich nicht draußen.
Alles ist bereits in dir.
Ich fand mich selbst.
Meine körperlichen und seelischen Beschwerden verschwanden.
Und kamen nie wieder.
Mystik hatte mich schon immer interessiert.
Nun begann ich mich mit inneren Lehren zu beschäftigen.
Ich lernte viel.
Las viel.
Und lernte eine wunderbare Methode kennen:
Prana-Energieheilung.
Ich bildete mich weiter.
Nach meiner Erfahrung kann sie erstaunliche Wirkungen entfalten.
Aber warum erwähnte ich die Wohnung?
Weil ich immer häufiger an sie denken musste.
Gedanklich begann ich, sie einzurichten.
Ich fuhr oft hin.
Plante.
War einfach dort.
Es tat gut.
Ich verstand selbst nicht warum.
„Soll ich dorthin ziehen?“
Warum eigentlich?
Hier stand doch unser großes Familienhaus.
Wir lebten glücklich.
Trotzdem kam dieses einladende Gefühl immer wieder.
Dann spürte ich plötzlich einen starken inneren Drang:
Ich muss heilen.
Bis dahin hatte ich bereits Familie und Bekannten geholfen.
Nun erzählte ich meinem Mann:
Ich möchte nur noch damit arbeiten.
Er sollte unser Unternehmen allein weiterführen.
Wir besprachen es.
Eines Tages richtete ich die alte Wohnung ein.
Und begann dort als Prana-Therapeutin und Prana-Lehrerin zu arbeiten.
Das ist inzwischen fast ein Jahrzehnt her.
So wurde ich von oben geführt.
Heute bin ich ausgeglichen und glücklich.
Ich vertraute meinen Empfindungen.
Meiner Intuition.
Meine Seele zeigte mir den Weg.
Und ich vertraute mir selbst.
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