
Straßenmode-Fotografie in New York
- Bánhalmi Norbert

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
Die Details zur Veranstaltung findet ihr hier.
Mode prägt unseren Alltag.
Manche folgen ihr.
Manche erschaffen sie.
Und anderen ist sie vollkommen egal.
In New York gibt es reichlich Menschen aus allen drei Gruppen.
Im vergangenen Jahr war ich für meine Verhältnisse erstaunlich „normal“ angezogen, als mich ein professioneller Fotograf auf der Straße fotografierte.
Danach sprach mich seine Freundin an.
Ihnen gefiel das Bild so gut, dass sie gern meine Erlaubnis zur Nutzung hätten — und mir die Aufnahme ebenfalls schicken wollten.
Natürlich sagte ich Ja.
Trotzdem überraschte mich die Situation.
Was könnte für einen Modefotografen spannender sein, als Inspiration direkt aus dem echten Leben zu ziehen?
Menschen auf der Straße fotografieren.
Sie anschließend ansprechen.
Sich vollkommen Fremden vorstellen.
Und dann herausfinden, ob ihnen das Bild überhaupt gefällt.
In der vergangenen Woche habe ich genau das selbst ausprobiert.
Ich fotografierte Mode auf der Straße und in Schaufenstern.
Unzählige Menschen kamen vor meine Kamera.
Niemand lehnte das Fotografiertwerden ab.
Die Erlaubnis, die Bilder anschließend hier öffentlich zu zeigen, gaben verständlicherweise deutlich weniger Menschen.
Ich wollte beweisen:
Innerhalb weniger Sekunden kann praktisch aus jedem Menschen ein magazinartiges Foto entstehen, obwohl der Fotograf die Situation während der Aufnahme kaum beeinflussen kann.
In diesem Moment baut der Fotograf die Szene nicht.
Er wird einfach Teil des Augenblicks.
Natürlich ist Modefotografie leichter, wenn der professionelle Fotograf Teil eines vollständigen Teams ist und hauptsächlich mit den übrigen Spezialisten zusammenarbeiten muss.
Doch irgendwann reicht auch das nicht mehr.
Jeder möchte im eigenen Beruf besser werden.
Genau dort kommt Psychologie ins Spiel.
Wenn das technische Wissen vorhanden ist, beginnt die nächste Ebene:
Wahrnehmung.
Intuition.
Instinkt.
Für mich brauchte es überraschend viel Mut, hier in Amerika mit einer großen Kamera vollkommen fremde Menschen zu fotografieren und sie danach anzusprechen, um zu fragen, ob ich ihr Bild mit der Welt teilen darf.
Es war spannend.
Eine Herausforderung.
Und gleichzeitig eine wertvolle Erfahrung.
Schließlich wusste ich nie:
Wen habe ich gerade fotografiert?
Wem schicke ich das Bild?
Wer wird es später sehen?
Und über wen kann ich mich vielleicht plötzlich einem vollkommen neuen Menschen vorstellen? :)
Aber genug geredet.
Schauen wir uns das Ergebnis an.
Ich habe die Bilder in zwei Kategorien aufgeteilt.
Über das Foto unten könnt ihr beide gemeinsam ansehen.

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