top of page

// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Rauch und Laser! Die Holländer greifen an!

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

• Professioneller Fotografie-Artikel •

Am Freitagabend färbte sich die Stadt orange. Im Auftrag des Marketingteams der niederländischen Fußballnationalmannschaft fotografierten wir vor dem Achtelfinale Tschechien–Niederlande gemeinsam mit dem ShootEasy-Team die niederländischen Fans und eine besonders kreative visuelle Idee.




Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Für das Projekt stand mir das komplette Olympus-Kamera- und Objektivsortiment zur Verfügung. Ursprünglich wollte ich mit einer Olympus E-M1 Mark III und dem neuen M.Zuiko 8–25mm PRO losziehen.

Dann dachte ich noch einmal darüber nach und rief unseren Markenbotschafter Zsolt Dékány an. Er weiß praktisch alles und hatte das Objektiv bereits getestet. Ich fragte ihn, welche Lösung er für die Serie empfehlen würde.

Auf seinen Rat hin entschied ich mich für das M.Zuiko 7–14 PRO, nahm aber sicherheitshalber auch mein Lieblingsobjektiv, das M.Zuiko 17mm PRO, mit.

Hier zeigte sich wieder einmal: Der Mensch plant, die Umstände entscheiden anders.

Solange die Straßenbeleuchtung eingeschaltet war, dachte ich, alles würde funktionieren. Neben dem Straßenlicht wäre der Laser jedoch kaum sichtbar gewesen. Deshalb wurden an allen vier Locations die Straßen vollständig abgedunkelt.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Die Aufnahmen entstanden von Freitag 21 Uhr bis Samstag 5 Uhr morgens — als Foto und Video.

Vor Ort merkte ich schnell, dass meine ursprüngliche Planung nicht aufging. Wegen des Rauchs hatte ich zunächst mit einer längeren Belichtungszeit gerechnet. Um Rauch und Laser gemeinsam sauber einzufangen, brauchte ich aber ungefähr 1/50 Sekunde.




Dazu kam, dass der Rauch mal dichter, mal dünner war.

Eine sehr hohe ISO wollte ich vermeiden, deshalb fixierte ich sie auf 1600.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Spätestens hier war klar: Wenn ich wiedergeben wollte, was ich tatsächlich sah, würde das 17mm die beste Wahl sein.

Auf Zsolts Empfehlung fotografierte ich Serien. Der Kunde wollte, dass die wellenartige Struktur des Lasers aus mehreren Ebenen sichtbar wird.

Das Problem: Diese Laserwelle war nur aus bestimmten Winkeln wirklich zu sehen. Gleichzeitig musste ich sehr genau darauf achten, dass der Strahl nicht direkt über den Sensor lief — sonst hätte das Projekt für die Kamera sehr schnell enden können.

Zusätzlich nutzte ich die Doppelbelichtungsfunktion, um mehrere Wellen gleichzeitig in einem Bild unterzubringen.

Das nächste Problem war die Farbe. Der orange Laser sah auf den Aufnahmen deutlich eher rot als orange aus.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


In der Nachbearbeitung musste ich deshalb das typische Orange des niederländischen Teams exakt herausarbeiten und den gesamten Farbton des Bildes verschieben, sodass selbst die Gebäude in diese Farbwelt passten.

Aus fast 4.000 Bildern mussten die 30 besten ausgewählt und so bearbeitet werden, dass der Kunde bis Samstagabend um 20 Uhr sein endgültiges Okay geben konnte.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Außerdem entstand ein kurzer Promo-Film über das Projekt.

Mehrere Medien griffen das Projekt auf. Hier sind die ersten zwei, die besonders schnell waren. :)

Dann kam der Sonntag.

Bereits um 10:30 Uhr war ich im Medienzelt der Fan-Zone auf der Budapester Kunsteisbahn.

Ich erhielt eine vollständige Liste mit Vorgaben: was fotografiert werden sollte — und was nicht.




Selbst eine großartige Szene musste verworfen werden, wenn eine Person darin bestimmte Marken trug. Konkurrenten der offiziellen Partner des Teams durften nicht sichtbar sein.

Kein Problem, dachte ich. Das retuschiere ich später.




Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Dann kam die kalte Dusche.

Die Bilder mussten praktisch schon fertig aus der Kamera kommen: im 16:9-Format, das Motiv mittig genug komponiert, damit unterschiedliche Medien problemlos daraus schneiden konnten.


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Bánhalmi Norbert - profi fotós - Budapest


Für Farbkorrektur oder andere Änderungen blieb keine Zeit.

Zum Glück lassen sich an der E-M1 Mark III verschiedene Einstellungen vorprogrammieren. Ich erstellte ein filmisch wirkendes Farbprofil und zusätzlich eine kontrastreichere, leicht stärker gesättigte Variante — denn wenn die Niederländer Orange wollen, dann wollen sie Orange auch wirklich orange. :)

Zusätzlich musste ich Videoclips produzieren, also programmierte ich auch dafür eigene Einstellungen.

Als ich den Auftrag zuerst las, war ich überzeugt gewesen, dass mein Lieblingspaar aus M.Zuiko 12–40 PRO und M.Zuiko 40–150 PRO alles abdecken würde.

Nach dem Lesen der konkreten Aufgaben war diese Theorie erledigt. Ich brauchte so unterschiedliche Brennweiten, dass ich beinahe das komplette „Waffenarsenal“ einsetzte, das ich vom Olympus-Shop bekommen hatte.

Für Menschenmengen brauchte ich Weitwinkel — hier kam das M.Zuiko 7–14 PRO zum Einsatz.

Die Künstler auf der Bühne konnte ich am besten mit dem M.Zuiko 45mm PRO fotografieren.




Für Gesichter in der Menge und den Fanbus war das M.Zuiko 40–150 PRO die richtige Lösung.

Um einzelne Momente mit schön getrenntem Hintergrund aus der Menge herauszulösen, half mir das M.Zuiko 75mm 1:1.8, auch wenn ich es am Ende nur selten verwendete.

Die Bilder lud ich über die mobile App herunter und schickte sie direkt in die Cloud, damit das Medienteam sofort damit arbeiten konnte.

Weil praktisch keine Nachbearbeitung nötig war, blieb sogar Zeit für zwei einfache Stimmungsvideos.

Das verdankte ich vor allem den vorbereiteten Kameraeinstellungen.

Nahezu jede Auslösung war brauchbar, sodass ich kaum aussortieren musste.

Am Ende des Tages dachte ich allerdings, dass das M.Zuiko 17mm PRO anstelle des 75mm die bessere Wahl gewesen wäre. Mir fehlten einige etwas weitere Momente, bei denen ich das Motiv trotzdem schön vom Hintergrund hätte lösen können.

Die größte Überraschung: Nach fast sechs Stunden war der Akku der Kamera erst auf 54% gefallen — obwohl Display, Wi‑Fi, Bildstabilisator und alles andere intensiv genutzt wurden.

Ich bin unglaublich stolz darauf, dass sie aus Ungarn gerade mich für dieses Projekt ausgewählt haben.

Es fühlt sich noch immer unwirklich an. :)

An dieser Stelle auch vielen Dank an unseren Olympus-Markenbotschafter Zsolt Dékány für seine Unterstützung.

Die künstlerischen Bilder bekamen sogar eine eigene Seite auf der offiziellen Website der niederländischen Nationalmannschaft: https://www.onsoranje.nl/node/79207

Norbert Bánhalmi

Ein gut aufgebautes Porträtshooting verfolgt das Ziel, im Bild echte, selbstbewusste Präsenz entstehen zu lassen.


Teil des BANHALMI Ökosystems

Den professionellen Kontext und die praktische Seite der Porträtfotografie findest du auf der BANHALMI Website. Verwandte Kunstserien, Bücher und Ausstellungen bewahrt das BANHALMI ART Archiv.

 
 
bottom of page