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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Ohne Filter – Die Geschichte meines Körpers | Kamilla

  • Autorenbild: Kamilla
    Kamilla
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

Wenn zwei Künstler aufeinandertreffen, entsteht mit großer Wahrscheinlichkeit etwas Besonderes. Kamilla malte ihre Lebensgeschichte mit Worten und würzte sie mit Fiktion; ich hielt sie in Bildern fest.

Ich bin zwanzig, sitze weinend auf der Toilette: „Mein Vater wird mich umbringen.“ „Ich will kein Kind.“ Gleichzeitig will ich dem Baby nichts antun. Ich liebe es sofort und streichle meinen Bauch. Zwei gegensätzliche Gefühle.


Bánhalmi Norbert fotóművész - művészi akt fotózás és portfólió fotózás


Ich heirate. Der Pfarrer weigert sich, uns zu trauen. Er sagt, in meiner Situation gebe es keinen wirklich freien Willen; ich solle zu ihm kommen und mir alles noch einmal überlegen. Ich denke: Was für ein Arschloch. Jahre später begreife ich, dass er der einzige Mensch war, der mich mit klarem Herzen angesehen und wirklich mich gesehen hat. Ein anderer Pfarrer traut uns.

Irgendwie beginne ich mit zwanzig immer häufiger, mich von außen zu betrachten, und erkläre mir selbst, dass alles gut werden wird. Eine schöne Familie. Drei Kinder. Dieses typische „Muttergehirn“, mit dem man sich selbst nicht anschauen muss, weil es immer jemanden gibt, für den man leben kann. Und oft glaube ich es tatsächlich.

Ich spiele Rollen, perfektionistisch. Ich versuche, Erwartungen zu erfüllen. Ich versuche, den Eltern ihres einzigen Sohnes zu gefallen — und vielleicht führt diese aktuelle Krise meinen Mann endlich dazu, die Nabelschnur zu durchtrennen, die eigentlich vor dreißig Jahren hätte durchtrennt werden müssen. Ich versuche es über meine Kräfte hinaus. Trotzdem bin ich nie genug. Nie gut genug.


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Ich koche jeden Tag. Ich bin nachts mit den Kindern wach. Ich fahre sie überallhin.

Mein Vater wird krank. Er ist 49. Mit 50 begrabe ich den Mann, dessen Energie niemand in meinem Umfeld je erreicht hat — den Mann, von dem ich wusste, dass er eine Festung war.

Ich breche zusammen.


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Wie ein Roboter mache ich weiter. Ich arbeite, erziehe drei Kinder und führe einen Haushalt — und offenbar nie gut genug. Das bekomme ich immer wieder zu hören.

Ich spüre nicht, dass ich für irgendjemanden wichtig bin. Mittagessen muss da sein. Saubere Kleidung muss da sein. Hausaufgaben müssen erledigt sein. Das Gehalt muss stimmen. Man bemerkt mich nur, wenn etwas fehlt.

Ich weine und flehe: Ich bin hier. Ich kann nicht mehr. Ich bin müde.

„So ist eben dein Energielevel. Wir sind verschieden. Mehr schaffst du einfach nicht“, sagt Mama.


Bánhalmi Norbert fotóművész - művészi akt fotózás és portfólió fotózás


Mein Mann hört mich nicht.

Niemand hört mich.

Ich entscheide und mache mir bewusst: Ich habe ein einziges Leben, und dafür bin ich verantwortlich. Mein Glück muss nicht von anderen abhängen.

Ich sehne mich nach dem Gefühl, von dem ich glaube, dass Malen es auslösen könnte. Das Leben stellt mir den perfekten Menschen, den besten Lehrer, in den Weg. Ich beginne zeichnen zu lernen, und zwei Monate später male ich mein erstes Bild.

Eine wunderbare Freundschaft entsteht, ein familiäres Miteinander, Bilder voller Gefühle. Auch Qigong hilft.

Ich lade mich auf. Ich werde stärker. Und ich bin unendlich dankbar.

Jetzt weiß ich, was ich nicht will.

Ich will nicht gefallen. Ich will keine Rollen spielen. Es ist mir egal, was andere denken. Ich will keine Rechtfertigungspflicht. Ich will keinen goldenen Käfig. Ich will keine Beziehungen aus Über- und Unterordnung, keine Abhängigkeit. Ich lasse nicht mehr zu, dass man mich verletzt.


  • Bánhalmi Norbert fotóművész - művészi akt fotózás és portfólió fotózás
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Ich erkenne, dass ich gut genug bin.

Und dass die Verletzungen, die mir zugefügt wurden, gar nicht wirklich von mir handelten.

Langsam begreift auch mein Umfeld, was es verliert. Das tut weh — aber leider kommt diese Erkenntnis zu spät.


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Viele Jahre durfte ich es nicht wirklich leben, aber ich liebe es, eine Frau zu sein. Ich liebe und akzeptiere die Wellenbewegungen des Frauseins. Ich erlebe sie und möchte jeden Aspekt davon erleben.

Ich liebe es zu lieben. Ich liebe es zu fühlen. Ich liebe, dass ich so bin. Und langsam glaube ich wieder daran, dass ich liebenswert bin.

Und zwar sehr.


Bánhalmi Norbert fotóművész - művészi akt fotózás és portfólió fotózás


Menschlich, wunderbar unperfekt.

Künstlerische Fotografie – Details.


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Den professionellen Kontext und die praktische Seite der Porträtfotografie findest du auf der BANHALMI Website. Verwandte Kunstserien, Bücher und Ausstellungen bewahrt das BANHALMI ART Archiv.

 
 
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