#nofilter – Wenn Kleider eben doch Leute machen …
- Molnár Gréta • Stílustanácsadó

- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
• Reportage •
Als ich Norbis professionellen Bericht über das Projekt las, bei dem ihn die niederländische Fußballnationalmannschaft als offiziellen Fotografen engagiert hatte, fiel mir sofort eine Passage auf: Die Niederländer wollten Bilder mit einer natürlichen Farbwelt, ganz ohne Filter. Im Grunde so, wie sie direkt aus der Kamera kamen.
Genau das brauche ich auch für mein nächstes Fashion-Shooting: jemanden, der sofort nutzbare Bilder mit perfekter Stimmung und natürlicher Farbgebung erstellt.
Also begann ich mich umzuhören, wer bereit wäre, mir die Aufnahmen unbearbeitet und ohne Retusche auszuhändigen.
Ich stieß immer wieder auf Mauern.
Die Antwort war jedes Mal dieselbe:
„Ein Rohbild ist kein Bild.“
Die Chance, dass Norbi gerade Zeit hätte, war zwar klein, aber ich hatte nichts zu verlieren. Als ich ihm meine Idee schilderte, leuchteten seine Augen auf und er sagte nur:
„Machen wir.“
Bei so vielen Beteiligten war die Terminfindung nicht einfach, vor allem im Sommer. Nach ein paar Tagen Organisation fanden wir schließlich einen perfekten Zeitpunkt.
Für mein neuestes Fashion-Shooting hatte ich mir keinen geringeren Ort vorgestellt als ein Segelboot auf dem Balaton.
Wie schon im April in Tihany bestand das Hauptziel darin, die Kleidung von BONO zu präsentieren — diesmal die Sommerkollektion.
Zu meiner großen Freude schenkte uns das Shooting am Ende wieder viel mehr als nur das.
Als Monate zuvor die Idee eines Shootings am Balaton — möglichst auf einem Segelboot — in meinem Kopf entstand, dachte ich, dass leichte Leinenhemden und -hosen wunderbar zum „ungarischen Meer“ und zur sanften Brise passen würden.
Am Ende hatte ich riesiges Glück. Eines unserer Models, Ákos, konnte über VizenJó Kft. ein wunderschönes Segelboot für uns organisieren.
Damit ging tatsächlich jeder Wunsch in Erfüllung. Unser „beweglicher Drehort“ war wunderschön und eindrucksvoll.
Der nächste unglaublich glückliche Zufall: Unser Skipper Ágoston hegte selbst Modelambitionen. Plötzlich hatte ich zwei Männer, die ich für das Shooting einkleiden konnte.
Das Team stand also: Norbi als Fotograf, Ákos und Ágoston als Models, und später kam mit Ági noch eine Make-up-Artistin dazu.
Alles war bereit für professionelle Arbeit.
Trotzdem fühlte es sich keinen Moment wie Arbeit an.
Wir arbeiteten konzentriert und schnell, doch die knapp neunzig Minuten waren vor allem von guter Laune und Spaß geprägt.
Alles passte.
Die untergehende Sonne sorgte für das Licht. Die türkisen und pastelligen Farben des Balaton lieferten einen einzigartigen Hintergrund.
Für die Models war es fast ein Kinderspiel, in die richtige Stimmung zu kommen. Wer würde sich in einer solchen Umgebung, stilvoll und sorgfältig gekleidet, nicht großartig und selbstbewusst fühlen?
Ganz zu schweigen davon, dass ein echter Profi die Aufnahmen leitete, der mit beinahe kindlicher Spielfreude das Beste aus den Models herausholte.
Am Ende hatten wir unter den im Hafen liegenden Seglern bereits ein beachtliches Publikum. Einer der Zuschauer meinte sogar, er lasse sich eigentlich überhaupt nicht gern fotografieren — würde sich uns aber sofort als Model zur Verfügung stellen, wenn wir auch aus ihm so einen gut aussehenden Mann machen könnten wie aus Ákos und Ágoston.
Am Ende des Shootings übergab Norbi mir ganz lässig die Speicherkarte zusammen mit sämtlichen „Rohbildern“. Ich konnte nur staunen, wie schön und natürlich die Farbwelt der Fotos geworden war.
Die Kleidungsstücke wurden durch die Models lebendig, und wir hoffen, dass die Bilder jenes besondere Lebensgefühl vermitteln, das aus Balaton, Segelboot und Kleidung gemeinsam entsteht.
Danach entstand die Idee für zwei Fotopakete für den Zeitraum vom 1. bis 15. August:
Warum sollte nicht jeder dieses Erlebnis einmal erfahren können?
Mit Hilfe unserer Zuschauer drehten wir sogar einen kurzen Behind-the-Scenes-Film. 🙈
Models: Gréta Molnár (Bono Menswear Store) Ákos Milassin Ágoston Schömer
Die Bilder entstanden mit einer Olympus E-M1 Mark III und den Objektiven M.Zuiko 75mm 1:1.8 sowie M.Zuiko 45mm PRO.
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