top of page

// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

New York – die Stadt, die mein Leben verändert hat!

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden




Diese Geschichte ist die Fortsetzung meines hier verlinkten Blogbeitrags.

Für alle, die direkt mit diesem Kapitel anfangen, hier die Kurzfassung:


Am 31. Dezember 2013 beschloss ich, ein sehr erfolgreicher Fotograf zu werden.

Auf eine Weise, die ich selbst bis heute kaum glauben kann, entstanden innerhalb eines halben Jahres nach dieser Entscheidung meine ersten beiden Fotoausstellungen.

Danach setzte ich mir ein deutlich größeres Ziel:


Noch im selben Jahr, also 2014, wollte ich eine dritte Ausstellung realisieren — und zwar in New York, der „Hauptstadt der Welt“.

Ich war damals weder in Amerika noch in New York gewesen.

Entsprechend waghalsig klang der Plan.

Fast jeder, der mich kannte, lächelte darüber und nahm mich nicht besonders ernst. :)

Nach der zweiten Ausstellung hatte ich das Gefühl, dass noch mehr in mir steckt.

Dabei waren beide Ausstellungen nur wenige Monate zuvor bereits riesige Herausforderungen gewesen.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Es war schwer, das Bild zu verändern, das Menschen von mir hatten.

Vorher war ich fast acht Jahre Berufssoldat gewesen.

Später führte ich ein Unternehmen für Marketing und Kommunikation.

Meine fotografische Laufbahn hatte tatsächlich schon beim Militär begonnen.

Meinem Kollegen Pál Szabó und dem Fotografen Micha Müller verdanke ich unglaublich viel.

Ohne sie hätte ich Fotografie vielleicht nie ernst genug verfolgt, um daraus einen Beruf zu machen.

Als ich mich schließlich traute, meinen New-York-Plan nicht nur zu denken, sondern laut auszusprechen, motivierten mich ausgerechnet jene Menschen am stärksten, die mich für verrückt oder einen Träumer hielten.

Dafür ebenfalls vielen Dank. :)

Ich wusste, dass der Ausstellungsort eine der wichtigsten Fragen sein würde.

Das Konzept war bereits entwickelt.

Die Idee meiner ersten Ausstellung hatte hervorragend funktioniert und ließ sich sehr gut nach New York weiterdenken.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Ich wollte dreißig ungarische Frauen über dreißig an ihren jeweiligen Lieblingsorten in New York fotografieren.

So konnte ich zwei Dinge verbinden:


Die Stadt kennenlernen.

Und an ganz unterschiedlichen Locations fotografieren.

Da es um Ungarn ging, lag die Idee eines ungarischen Kulturhauses nahe.

Ich suchte im Internet und fand das Hungarian House of New York.

Ich schrieb eine E-Mail.

Keine Antwort.

Parallel fragte ich auf Facebook, ob ich zufällig jemanden kenne, der in New York lebt.

Danach loggte ich mich aus.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Am Abend sah ich eine neue Nachricht.

Sie kam von einer Frau namens Brigitta.

Bis heute weiß ich nicht mehr genau, wie wir auf Facebook miteinander verbunden gewesen waren.

Damals nahm ich praktisch jede Freundschaftsanfrage an.

Mindestens neunzig Prozent meines Profils bestanden wahrscheinlich aus Menschen, die ich gar nicht richtig kannte.

Das war damals irgendwie normal.

Wir begannen zu schreiben.

Ich hatte das Gefühl, ihr von meinem Ausstellungsplan erzählen zu können, ohne dass sie mich auslacht.

Einige Tage später schrieb sie erneut.

Sie habe darüber nachgedacht und glaube, dass ich diesen Traum unbedingt verwirklichen sollte.

Sie könne mir dabei auf zwei Arten helfen:


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Ich könne bei ihnen in der Bronx wohnen.

Und sie werde versuchen, Kontakte zum Hungarian House zu finden.

Dieses Angebot gab mir enorme Hoffnung.

Wenn Brigi damals nicht aufgetaucht wäre, hätte sich mein New Yorker Leben wahrscheinlich ganz anders entwickelt.

Dafür bin ich ihr bis heute sehr dankbar.

Ebenso ihren Mitbewohnern Gábor und Gabi, die mich damals aufgenommen haben.

Von diesem Moment an glaubte ich noch stärker an das Projekt.

Ich schrieb die Ausstellung auf Facebook für die Zielgruppe aus und suchte Teilnehmerinnen.

Eine kleine Gruppe von fast vierzig Menschen entstand.

Ich erklärte dort offen:


Ich möchte diese Ausstellung unbedingt.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Bei Location und Druckerei gibt es noch Probleme.

Aber ich glaube daran, dass sie stattfinden wird.

Es entwickelte sich ein unglaublicher Zusammenhalt.

Das gab mir noch einmal neuen Schwung.

Von da an passierte etwas Merkwürdiges.

Immer wenn mein Glaube kurz schwächer wurde, sah ich irgendwo zufällig „New York“.

Auf einem T-Shirt.

Einer Kappe.

Einer Tasche.

Jedes Mal hatte ich dasselbe Gefühl:


Alles ist in Ordnung.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Ich muss nur Geduld haben.

Ich arbeitete mit voller Kraft, um das Geld für sechs Wochen Aufenthalt und die voraussichtlichen Ausstellungskosten zusammenzubekommen.

In dieser Zeit bekam ich außerdem ein Angebot als externer Kommunikations- und Marketingberater für ein internationales Projekt.

Finanziell war das eine riesige Hilfe.

Parallel unterrichtete ich als externer Lehrer Webentwicklung für Abschlussklassen an meiner ehemaligen Schule.

Brigi brachte mich schließlich per E-Mail mit Ildikó Nagy zusammen, der neu gewählten Direktorin des Hungarian House of New York.

Ildikó reagierte positiv.

Sie erklärte allerdings, dass sie gerade das 50-jährige Jubiläum des Hauses vorbereitete.

Sobald ich vor Ort sei, könnten wir die Details gemeinsam besprechen.

Am nächsten Tag sah ich gefühlt überall New-York-Schriftzüge.

Ich war gerade auf dem Weg ins Studio.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Als ich in die Straße einbog, sagte ich zu mir:


Okay.

Ich verstehe die Zeichen.

Aber wenn ich noch EIN einziges sehe, kaufe ich sofort das Flugticket.

Ich war nur noch wenige Schritte vom Eingang entfernt.

Die Straße war leer.

Dann blickte ich links in die Querstraße.

Ein junger Mann bog um die Ecke.

Weißes T-Shirt.

Darauf stand:


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


New York 23.

Das war der Tag, an dem ich das Flugticket buchte und meine ESTA-Reisegenehmigung beantragte.

Einige Tage zuvor hatte Vodafone eine Aktion angekündigt, mit der RED-Kunden Roaming in den USA deutlich günstiger nutzen konnten.

Zusätzlich gab es vergünstigte British-Airways-Tickets.

Alles schien plötzlich zusammenzupassen.

Die Kommunikation mit zu Hause war bis dahin ebenfalls eine große offene Frage gewesen.

Kurz zusammengefasst wusste ich zu diesem Zeitpunkt nur:


Ich habe einen Schlafplatz.

Ich habe jemanden, der mir die Stadt zeigt.

Die Ausstellung könnte im Hungarian House stattfinden.

Ich habe ungefähr dreißig Models.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Und ich habe ein Flugticket. :)

Dann kam der große Tag.

Ich schloss eine Reiseversicherung ab.

Sammelte alle Dokumente zusammen.

Und begann eine der größten Reisen meines Lebens.

Bei der Ankunft in New York war ich sehr nervös wegen der Einreise.

Brigi wartete bereits am Flughafen.

Das war eine riesige Hilfe, weil ich dadurch nicht vollkommen verloren war.

Danach beschleunigte sich alles.

Ich hatte keine andere Wahl mehr, als das umzusetzen, wofür ich gekommen war.

Also lernte ich den New Yorker Verkehr extrem schnell kennen und passte mich dem Rhythmus der Stadt an.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Mit Ildikó Nagy planten wir die Ausstellung sehr genau.

Große Unterstützung bekam ich außerdem von Gábor Gyuricza — Daffy.

Er half nicht nur beim Drucken der Bilder.

Sondern bei der Organisation der gesamten Ausstellung.

Es erwies sich als hervorragende Idee, zu unterschiedlichen Tageszeiten und an völlig verschiedenen Orten zu fotografieren.

So lernte ich die Stadt innerhalb von ungefähr einem Monat unglaublich gut kennen.

Ich freute mich außerdem riesig, dass sowohl meine Partnerin als auch mein Cousin zur Eröffnung nach New York reisen konnten.

Meinem Cousin, dem Kunsthistoriker Dávid Balogh, verdankt die Ausstellung ihre eigentliche inhaltliche Aussage.

Er entwickelte das kuratorische Konzept, das ihr im Video unten sehen könnt.

Am Veranstaltungsort gab es noch kein geeignetes System, um die Bilder aufzuhängen.

Deshalb ließ eines meiner Models, Ketrin, in der letzten Woche sieben große Präsentationswände anfertigen.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Darauf wurden schließlich die Bilder montiert.

Anschließend spendeten wir die Stellwände dem Hungarian House.

Wie die Shootings selbst abliefen, könnt ihr ausführlicher in meinem Interview im Tinkmara-Blog lesen.

Das kleine Amateurvideo unten zeigt außerdem die Ausstellung und einen Teil der Eröffnung.

Die Bilder der Ausstellung könnt ihr über den Link ansehen.

2014 realisierte ich drei unterschiedliche Fotoausstellungen.

Außer meiner Partnerin glaubte damals kaum jemand wirklich an mich.

Genau das gab mir genug Kraft und Schwung, mein Wissen weiterzugeben — und gleichzeitig noch mehr zu lernen.

Ab Januar 2015 veränderte sich mein Leben erneut.

Ich begann regelmäßig zwischen New York und Budapest zu pendeln.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


In Amerika lernte ich viele innovative Techniken und sammelte berufliche Erfahrung.

Dieses Wissen setzte und setze ich bis heute vor allem in Ungarn in meiner Arbeit ein.

Im folgenden Jahr, 2015, realisierte ich in Budapest im Stefánia Palast eine ernstere Ausstellung.

Darüber führte inzwischen sogar das ungarische Fernsehen ein Interview mit mir.

Auch das war ein großer Meilenstein.

Zum ersten Mal wurde ich im Fernsehen ausdrücklich als Fotograf vorgestellt.

Das Interview könnt ihr unten sehen.

Auch die Ausstellungsbilder sind über den Link abrufbar.

Im Herbst 2015 konnte ich bereits mit einer New Yorker Agentur zusammenarbeiten.

Dabei entstand vielleicht eine der besten Serien meines bisherigen Lebens über die Stadt und den New York TCS Marathon.

Außerdem hatte ich die Möglichkeit, von Scott Kelby zu lernen, einem der weltweit bekanntesten Fotografie-Dozenten.


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Bánhalmi Norbert - Profi fotós - Budapest és New York


Auch das beeinflusste meinen Weg stark.

2016 konnte ich zwei Fotoausstellungen umsetzen.

Sie behandelten zwei völlig unterschiedliche Themen.

Eine war eine emotionale Serie über Väter und ihre kleinen Kinder.

Ich selbst gehörte damals noch nicht zu den Vätern.

Trotzdem war es schön, diese Welt etwas besser kennenzulernen.

Die zweite Ausstellung fand in New York statt.

Sie stellte Freiheitskämpfer, die nach 1956 ausgewandert waren, als Vorbilder vor.

Über dieses Projekt könnt ihr im verlinkten Blogbeitrag mehr lesen.

Mit dem folgenden Video verabschiede ich mich für heute von euch.

Mit genau diesem Video verabschiedete ich mich nach der 1956er-Ausstellung auch von New York.


Teil des BANHALMI Ökosystems

Den professionellen Kontext und die praktische Seite der Porträtfotografie findest du auf der BANHALMI Website. Verwandte Kunstserien, Bücher und Ausstellungen bewahrt das BANHALMI ART Archiv.

 
 
bottom of page