Lichtspiel ohne Grenzen: So werden Porträts mit RGB-Licht besonders
- Bánhalmi Norbert

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
Auf den ersten Blick spricht dieser Stil vielleicht nur eine kleinere Zielgruppe an. Gleichzeitig steckt darin enormes Potenzial: Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Körperform lassen sich damit von fast jedem Menschen spannende, geheimnisvolle und sinnliche Serien gestalten. Als Fotograf suche ich ständig nach neuen Ideen, und diesmal habe ich das Gefühl, etwas gefunden zu haben, das nicht nur meine eigene Kreativität neu entfacht, sondern auch auf meine Models eine überraschend tiefe Wirkung hatte.
Die Ausrüstung: mobil und vielseitig
Für mich gehört Mobilität zu den wichtigsten Kriterien. Angefangen hat alles mit den Lume-Cube-Leuchten. Zum ersten Mal sah ich sie in New York an einer Drohne montiert; zuhause setzte ich sie dann bei einem Fitness-Shooting ein. Seitdem gehören sie zu meiner festen Ausrüstung.
Mit dem Aufkommen von RGB-Licht eröffneten sich noch einmal völlig neue Möglichkeiten. Meine erste große Entdeckung war die Nanlite PavoTube II 6C: Für den Effekt, den ich erreichen möchte, sind zwei Stück ideal. Kombiniert mit einem Lume Cube bekommt das Ergebnis noch einmal eine zusätzliche Würze. Und das Beste? Das gesamte Setup braucht weniger Platz als ein Kamerastativ.
Zubehör für das Setup:
Mini-Kugelköpfe ohne klassisches Stativ — für präzise Winkel,
2 Lampenstative.
Das technische Geheimnis: Wie funktioniert es?
Beim Testen wurde mir klar, dass sich mit den Leuchten praktisch jede Farbe mischen lässt. Selbst Pastelltöne entstehen spielend leicht, wenn man die Intensität entsprechend anpasst. Eine wichtige technische Voraussetzung gibt es allerdings: Man braucht ein lichtstarkes Objektiv und sollte das Bild bewusst etwas unterbelichten.
Mein eigenes Rezept:
Kameragehäuse: Olympus E-M1 Mark III — der Champion im Federgewicht.
Objektive: M. Zuiko 45mm PRO und 17mm PRO — beide f/1.2.
Im echten Einsatz: Straßentest und Studiomagie
Nach den Tests im Studio wollte ich wissen, wie ein Model auf diese Art von Licht reagieren würde. Ich bat eines meiner erfahrenen Models zu einem abendlichen Street-Test rund um den Móricz Zsigmond körtér in Budapest.
Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Das Model war anfangs skeptisch, dann aber völlig verblüfft, als sie sah, wie sich die farbigen Lichter in der Glasfassade des Gebäudes hinter ihr spiegelten. Aus der Dunkelheit der Straße entstand eine ganz eigene, vibrierende Bildwelt.
„Es tut nicht nur den Augen gut — es wirkt auch auf die Seele.“
Wir setzten das Shooting im Studio fort, wo die Lichter beinahe den Charakter einer Lichttherapie annahmen. Die Beschreibung des Models bringt es auf den Punkt:
„Meine weiße Spitzenwäsche war einmal grün, dann blau, dann rot und manchmal gleichzeitig in mehreren Farben. Das Licht legte sich gleichmäßig über meine Haut... das kühle Blau, das frische Grün, das fröhliche Gelb und das emotionale Rot fanden alle eine Harmonie mit dem Körper und begannen beinahe, eine Geschichte zu erzählen.“
Diese Rückmeldung machte mir klar: Dieses Licht ist nicht nur technisches Zubehör. Für kreative Fotografen kann es zu einem unverzichtbaren Gestaltungspartner werden — einem Werkzeug, das nicht nur das Bild, sondern auch das emotionale Erleben des Models beeinflusst.
Künstlerische Fotografie — Details.
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