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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Ich wollte ungeschönte, ehrliche Bilder – und bekam Fotos, die selbst mich überraschten

  • Autorenbild: Anita
    Anita
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

• Reportage •

Vor fünf Jahren …

An einem langweiligen Nachmittag scrollte ich durch Facebook und blieb an einem Beitrag hängen.

Zuerst fiel mir das Bild auf.

Es zeigte den Körper einer Frau von der Taille abwärts.


Bánhalmi Norbert - profi fotós • Művészi Aktfotózás


Sie lag auf dem Bauch, die Hüfte angehoben, die Knie angewinkelt, und der Träger ihres Slips hing am Absatz ihres Schuhs.

Es war einfach sexy.

Ein Fotograf suchte ein Model, um genau dieses Bild umzusetzen.

Ich meldete mich.

Damals ahnte ich noch nicht, wie sehr mich diese Welt in ihren Bann ziehen würde.

Vorher war ich noch nie in einem Studio gewesen.

Der Fotograf war sehr offen und direkt.

Wir besprachen alles im Voraus.

Ich kannte also genau den Ablauf.

Trotzdem war ich extrem nervös.

Ein freundliches, fröhliches Team empfing mich.

Da es mein erstes Shooting war, gingen wir Schritt für Schritt vor.

Zuerst entstanden Bilder in normaler Kleidung.

Danach in Unterwäsche.

Und am Ende setzten wir das ursprünglich geplante Bild um.

Überraschenderweise fühlte ich mich unglaublich wohl.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so schnell vor der Kamera entspannen würde.

Mit unserem kleinen Team blieb ich in Kontakt.

Schon bald entstand das nächste Projekt — diesmal ohne Kleidung.

Ich wollte damit meinen damaligen Partner überraschen.

Aber ich überraschte auch mich selbst.

Nämlich damit, wie wenig es mich störte, vor fremden Menschen nackt zu sein.

Seitdem habe ich an mehreren Serien in Lingerie und Akt teilgenommen.

Im Studio.

Aber auch draußen haben wir bereits Ideen umgesetzt.

Ich genoss es.

Es wurde sogar zu meinem Hobby.

Sobald ich die Bilder in der Hand hielt, wusste ich:


Ich will weitermachen.

Mir gefiel die Abwechslung.

Die Kreativität.

Und die Möglichkeit, viele Menschen kennenzulernen.

Aus manchen Begegnungen entstanden Freundschaften.

Mir ist wichtig, den Respekt zu erwähnen, den ich bei solchen Shootings erlebe.

Leider denken manche Menschen sofort an etwas anderes.

Ich wurde sogar schon als leichtlebig bezeichnet.

Ich sehe darin Kunst.

Und versuche über diese Kunst meinen eigenen Weg zu finden.

Vor einiger Zeit entdeckte ich eine Anzeige.

Anikó Bognár suchte Models für Material einer geplanten Ausstellung.

Ich meldete mich.

Vom ersten Moment an war sie offen und direkt.

Schon vor der eigentlichen Arbeit führten wir viele Gespräche.

Dadurch entstand sehr schnell Vertrauen.

Dann kam der Tag.

Im Studio begrüßte mich Anikó herzlich.

An ihrer Seite war ihr Mentor:


Norbert Bánhalmi.

Ich war sehr aufgeregt.

Am liebsten hätte ich sofort begonnen.

Norbi bremste mich.

Er bat mich, erst einmal Platz auf dem Sofa zu nehmen.

Die Atmosphäre des Studios zog mich in sich hinein.

Halbdunkel.

Leise Musik.

Die Wände voller Bilder.

Harmonie.

Sie beruhigte mich und machte mich gleichzeitig neugierig.

„Durch den Körper fotografiere ich die Seele“, sagte Norbi.

Damals verstand ich den Satz noch nicht wirklich.

Anikó und ich begannen zu arbeiten.

Ich genoss jeden Moment.

Alles war frei und natürlich.

Ich spürte eine sehr starke Harmonie zwischen Anikó und mir.

Schon bald waren die Bilder fertig.

Eines davon wurde für die Ausstellung ausgewählt.

Da verstand ich es.

Anikó hatte nicht nur einen Körper oder ein Gesicht aufgenommen.

Sie hatte die Bewegung, den Seufzer und das Verlangen festgehalten, das ich vor der Kamera empfunden hatte.


Bánhalmi Norbert - profi fotós • Művészi Aktfotózás


Ja.

Genau darauf hatte Norbi hingewiesen.

Einige Tage vergingen.

Es war schwer, Worte für das Gästebuch zu finden, die Norbi gerecht wurden.

Schließlich schrieb ich ein paar Zeilen.

Er bedankte sich freundlich.

Daraus entstand ein Gespräch.

Für mich wurde das Ausstellungsbild zum Höhepunkt meines Hobbys.

Ich lernte eine vollkommen neue Seite des Modelns kennen.

Und zugleich eine neue Welt — mit Norbi als meinem Reiseführer.

Er spürt die Seele eines Menschen und die Wünsche, die darin verborgen sind.

Ich schrieb ihm, dass mich die Neugier antreibt.

Wie sieht er mich?

Wie würde meine Seele auf einem Bild aussehen?

Wie wäre es, mich selbst durch seine Augen zu sehen?

Vielleicht kenne selbst ich noch nicht alles, was in mir steckt.

Dann kam mir ein Gedanke:


Wenn sich diese Möglichkeit schon ergibt, warum sollte diese Serie nicht auch etwas sagen?

Sie sollte eine Botschaft besitzen.

Eine Botschaft, der Menschen vielleicht gerade wegen Norbis Namen Aufmerksamkeit schenken.

Lasst uns für Frauen einstehen, die verurteilt werden, weil sie es wagen, sich vor einer Kamera auszuziehen.

Für Frauen, die ihre Schönheit zeigen und dabei nicht zulassen, dass ein Fotograf ihren Körper ausnutzt.

Denn der Körper ist kein Gegenstand.

Er ist ein Ausdrucksmittel.

In diesen Bildern gibt es keine Worte.

Der Körper spricht.

So entstand die Idee.

Etwas Provokantes.

Etwas, das schnell vulgär werden könnte — aber durch Norbi zu Kunst wird.

Ich vertraute ihm meine Seele an.

Ich war unglaublich nervös.

Meine Hände und Beine zitterten.


Bánhalmi Norbert - profi fotós • Művészi Aktfotózás


Die Angst hatte ich selbst erzeugt.

Ich war überzeugt, diesmal keinen Fehler machen zu dürfen.

Ich setzte mich auf das Sofa und sah mich genauso um wie bei meinem ersten Besuch.

Dieses Mal reichte die Harmonie des Studios jedoch nicht.

Die Nervosität blieb.

Wir redeten.

Norbi besitzt eine besondere Kraft.

Er spürt die Seele eines Menschen und löst sie beinahe unbemerkt aus ihrer kleinen Schutzhülle.

Ich lag nackt auf dem Sofa.


Bánhalmi Norbert - profi fotós • Művészi Aktfotózás


Das Halbdunkel war angenehm für die Augen.

Die leise Musik für die Ohren.

Norbi bat mich, die Augen zu schließen und tief einzuatmen.

Dann langsam auszuatmen.

Wieder.


Bánhalmi Norbert - profi fotós • Művészi Aktfotózás


Bánhalmi Norbert - profi fotós • Művészi Aktfotózás


Und wieder.

Ich spürte, wie die Spannung in mir allmählich verschwand.

Ich nahm den langsameren Rhythmus meiner Umgebung an.

Meine Hand glitt langsam über meinen Körper.

Und schon begann die Kamera zu klicken.

Er arbeitet mit Herz.

Und gibt etwas von seiner Seele.

So etwas hatte ich noch nie erlebt.

Es wirkte wie Therapie auf meine aufgewühlte Seele.

Wenn ich die Bilder heute betrachte, weiß nur ich wirklich, dass das Ergebnis durch Norbis eigene seelische Präsenz vollständig wurde.

Das ist Kunst.

Und Teil davon zu werden, ist eine Ehre.

Auf dem Foto sieht man nur einen Körper.


Bánhalmi Norbert - profi fotós • Művészi Aktfotózás


Aber darin stecken Leben und Seele.

Das Shooting wirkte tatsächlich wie Therapie auf mich.

Ich veränderte mich.

Knapp einen Monat später kontaktierte ich Norbi erneut …

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