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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Herausforderung hoch drei: Mach in sieben Minuten ein Modefoto von mir!

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden


Bánhalmi Norbert - profi fotós - New York


Bánhalmi Norbert - profi fotós - New York


Gestern habe ich mit Kayli gearbeitet, einem New Yorker Fashionmodel.

Die Geschichte begann zwei Tage zuvor mit dem Bill-Murray-Video, das ich auf Instagram gepostet hatte.

Sie sah den Beitrag und schrieb mir, weil sie gerade ihr Portfolio aufbaut.

Dafür sucht sie gezielt Fotografen in New York, deren Stil ihr gefällt, und bittet jeden darum, ein einzelnes Bild von ihr in einer natürlichen Umgebung zu erstellen.

Sie wollte dafür kein Geld ausgeben.

Ihre Idee war eine Zusammenarbeit von Künstler zu Künstler.

Besonders interessant war, dass es sich bei ihr um eine erfolgreiche Balletttänzerin mit zwei Abschlüssen handelt, die nun auch als Model Fuß fassen möchte.

Sie verfügt über ein großes Netzwerk und hält sich selbst für fotogen.

Ich empfand ihre Anfrage als Anerkennung.

Außerdem unterstütze ich ambitionierte Menschen gern.

Also sagte ich zu.

Gestern trafen wir uns am Times Square.

Eigentlich war eine Stunde für das Shooting eingeplant.

Kayli kam 48 Minuten zu spät.

Kaum war sie da, erklärte sie mir auch schon ihre beinahe unmöglichen Anforderungen.

Meine Aufgabe:


Ein einziges Bild unter dem Motto

„Der Stil ist der Mensch.“

Sie wollte ein Bild, das ihr nicht einfach „auf der Straße entgegenkommt“.

Also etwas mit einer klar eigenen Handschrift.

Außerdem sollte es nicht farbig sein.

Sondern eher einen Stil der 1960er-Jahre haben.

An diesem Punkt stand ich mitten am Times Square und fragte mich bereits, ob es überhaupt Sinn hatte, weiter zuzuhören.

Die Farbkombination ihres Outfits fand ich nämlich ausgesprochen gut.

Ich konnte mir das Ergebnis zunächst überhaupt nicht in Schwarz-Weiß vorstellen.

Bevor ich etwas sagen konnte, ging es weiter.

Das Bild sollte ihre Persönlichkeit widerspiegeln.

Ihre Figur zeigen, auf die sie sehr stolz war.

Und nichts durfte übertrieben wirken.

Da begann ich tatsächlich schon, den Reißverschluss meiner Fototasche wieder zu schließen.

Ich war kurz davor, mich zu verabschieden.

Sie sah, dass ich etwas sprachlos war.

Zur Beruhigung betonte sie noch einmal:


Sie braucht genau EIN Bild.

Und in exakt sieben Minuten muss sie schon wieder los, weil sie zu einem Dreh fährt und dort auf keinen Fall zu spät kommen darf.

Gut.

Dann legen wir los.

Kein mobiler Blitz.

Keine zusätzliche Beleuchtung.

Nur natürliches Licht.

In ungefähr fünf Minuten machte ich fünf Aufnahmen.

In eine davon lief jemand hinein.

Als ich glaubte, das Bild zu haben, das ihre Wünsche erfüllen könnte, bat ich sie auszuwählen.

Wir entschieden uns für dasselbe Foto.

Das fand ich ziemlich erstaunlich.

Offenbar vertreten wir tatsächlich einen ähnlichen visuellen Stil.

Das kleine Shooting sorgte für so viel Aufmerksamkeit, dass einige junge Leute zu ihr kamen.

Sie genoss das sichtbar.

Dann fragte ich sie:


Musstest du nicht eigentlich dringend weiter? :)

Das finale Bild seht ihr oben links.

Sie war davon sehr begeistert.

Und wahrscheinlich gibt es nächste Woche eine Fortsetzung mit einer ihrer Ballerina-Kolleginnen.

Dann haben wir zum Glück etwas mehr als sieben Minuten Zeit.


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