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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

EUFORIE – Die Anatomie der Präsenz

Autorenbild: Bánhalmi Norbert
Bánhalmi Norbert
20. Aug.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

In einem Porträt sehen wir zuerst den Blick, das Licht und die Körperhaltung. Dann bemerken wir, wohin sich die Aufmerksamkeit des Menschen richtet und was um ihn herum geschieht. Mich interessiert der Moment, in dem all dies zusammen mehr erzählt, als eine vorab arrangierte Pose vermitteln könnte.


EUFÓRIA — Die Anatomie der Präsenz / The Anatomy of Presence ist ein Fotokunstprojekt von Norbert Bánhalmi. Es entsteht aus 20 Menschen und 20 eigenständigen, gefundenen menschlichen Momenten. Die Suche bleibt offen: Es gibt keine vorab zusammengestellte Liste mit 20 Namen und keinen festen Termin für den Abschluss.


Wann wird ein menschlicher Moment Teil von EUFÓRIA?


Ein bekannter Name oder ein bedeutendes Ereignis allein genügt nicht. Ein Mensch wird Teil des Projekts, wenn die Person, die Situation und meine fotografische Präsenz zusammen ein eigenständiges Werk ergeben. Das Bild muss innerhalb seines Rahmens bestehen können. Das Wissen um das Ereignis kann zum Verständnis beitragen, aber das Sichtbare nicht ersetzen.


Als Fotograf achte ich darauf, wo ich im Verhältnis zum Menschen stehe, was das Licht sichtbar macht und wie der Bildausschnitt Gesicht und Umgebung miteinander verbindet. Dieselbe Geste kann aus einer anderen Entfernung etwas anderes bedeuten. In einer bewegten Situation ist auch das Weglassen eine Entscheidung. Präsenz bedeutet in diesem Sinne Aufmerksamkeit: erkennen, wann ich auslösen sollte und wann ich noch warten sollte.


Wenn die Energie fehlt, gibt es auch kein Bild.

Dieser Gedanke muss einer späteren Betrachtung der Aufnahme standhalten. Die Intensität vor Ort und die Kraft des Bildes können voneinander abweichen. Eine Begegnung kann für mich wichtig gewesen sein, ohne dass ihre Aufnahme automatisch zu einem fertigen EUFÓRIA-Werk wird.


Zwanzig Momente, eine offene Suche


Auch das Beobachten von Tanz gehört zum Ursprung des Projekts. In den Bewegungen meiner Muse sah ich oft, wie vollständig die Aufmerksamkeit eines Menschen in eine Handlung übergehen kann. Daraus entstand die Frage: Wie lässt sich ein solcher Zustand in einer Fotografie bewahren, ohne ihn nachträglich nachspielen zu lassen?


Diesen Moment suche ich in EUFÓRIA. Ich arbeite keine Personenliste ab. Keiner der 20 Plätze ist im Voraus vergeben. Eine Gelegenheit, eine Begegnung und eine bereits entstandene Aufnahme sind unterschiedliche Schritte im Prozess. Vollendet ist die Serie erst, wenn alle 20 echten Momente entstanden und dokumentierbar sind.


Diese Regel bestimmt auch das Tempo der Arbeit. Entsteht aus einer Situation kein geeignetes Bild, bleibt der Platz offen. Fehlende Momente werde ich nicht künstlich ergänzen, um einen vorab aufgestellten Plan zu erfüllen. Die Zeit, die die Suche braucht, gehört zum Projekt.


Projektstand — 3. Oktober 2026


Derzeit gibt es zwei fertige und dokumentierte Werke, eine Aufnahme, deren abschließende Prüfung noch aussteht, und einen geplanten Moment. Diese Unterscheidung beschreibt den künstlerischen Prozess. Sie ist weder ein Ausstellungsprogramm noch eine vorab festgelegte Teilnehmerliste.


01 — Péter Magyar: fertig und dokumentiert


Das erste Werk ist fertig und dokumentiert. Das Porträt entstand am 15. März 2026 auf dem Heldenplatz in Budapest. Im öffentlichen Bilddatensatz lassen sich Urheber, Entstehungsangaben und Lizenz überprüfen. Die Fotografie hat auch eine Geschichte jenseits dieses Artikels: Öffentliche Verwendungen dokumentieren ihre Verbreitung.


Porträt von Péter Magyar, Heldenplatz, Budapest, 15. März 2026 — Norbert Bánhalmi, EUFÓRIA
Bild 1 | Péter Magyar • Heldenplatz, Budapest • 15. März 2026

Foto: Norbert Bánhalmi. Péter Magyar, Heldenplatz, Budapest, 15. März 2026. Der Artikel verwendet die bestehende Porträtfassung; der Commons-Datensatz dokumentiert Urheberschaft und CC-BY-SA-4.0-Lizenz der öffentlich verfügbaren Fassung.




Die Fotografie und das, was andere später mit ihr ausdrücken, müssen getrennt betrachtet werden. Nachweise zu Urheberschaft, Provenienz, Verbreitung und öffentlicher Weiterverwendung bedeuten keine politische Unterstützung, Empfehlung, Kampagnenverbindung, Kundenbeziehung oder politische Zugehörigkeit. Eine fotografierte Person wird nicht automatisch zum Kunden des Fotografen.


02 — Azahriah: fertig und dokumentiert


Auch das Werk zu Azahriah ist fertig und dokumentiert. Seinen Platz im Projekt erhält es durch den gefundenen Moment und das entstandene Bild. Um diesen Status zu verstehen, braucht es keine vorweggenommenen Aussagen über historischen Rang oder kulturelle Bedeutung. Das Werk und seine Dokumentation können geprüft werden; die Deutung bleibt offen.


03 — Ádám Fellegi: Aufnahme entstanden, möglicher Moment noch zu prüfen


Die Aufnahme entstand am 24. September 2026 im Haus der Musik in Wien. Die abschließende visuelle Prüfung und die Prüfung der Provenienz stehen in diesem Prozess noch aus. Der Status lautet daher: möglicher Moment — Aufnahme entstanden, abschließende Bild- und Dokumentationsprüfung ausstehend.


Diese Unterscheidung gehört zur fotografischen Arbeit. Zuerst entsteht die Aufnahme. Danach muss geprüft werden, ob sie die ihr zugedachte Rolle innerhalb der Serie tragen kann. Ádám Fellegis Aufnahme zählt derzeit nicht automatisch als fertiges EUFÓRIA-Werk.


04 — Bence Péter: geplanter möglicher Moment


Der nächste geplante Moment betrifft Bence Péter: 10. Oktober 2026, Budapest, MVM Dome. Die Fotografie ist noch nicht entstanden. Dies ist eine geplante Gelegenheit innerhalb der künstlerischen Suche, kein fertiges Werk und kein Termin für die Ausstellung des Projekts.


05–20 — noch zu findende Momente


Die weiteren Plätze bleiben offen. Für sie werden im Voraus keine Personen benannt. Die Serie wird durch eigenständig tragfähige Fotografien und überprüfbare Angaben zu ihrer Entstehung geprägt.


Wann lässt sich über eine Ausstellung sprechen?


EUFÓRIA ist ein Fotokunstprojekt im Entstehen. Es gibt keinen bestätigten Ausstellungsort, kein bestätigtes Eröffnungsdatum und keinen festen Abschlusstermin. Eine Ausstellung kann nach der Fertigstellung aller 20 Werke konkretisiert werden.


Aus kuratorischer Sicht lässt sich die entstehende Serie bereits untersuchen: Welche künstlerische Regel verbindet die Bilder? Wie unterscheiden sich fertige Werke von möglichen Momenten? Was lässt sich in der Dokumentation überprüfen? Daraus können Überlegungen zu einer späteren Präsentation entstehen. Offene Fragen müssen bis dahin als offen benannt bleiben.


Bild und Dokumentation verlangen zwei Arten von Aufmerksamkeit


Die Fotografie sollte zuerst durch das betrachtet werden, was sie zeigt. Wohin richtet sich der Blick? Was macht das Licht im Gesicht sichtbar? Wie viel Umgebung bleibt im Rahmen? Danach können die Entstehungssituation und die Geschichte der öffentlichen Verwendung folgen. So unterstützen Beobachtung und belegte Tatsachen einander, ohne sich gegenseitig zu ersetzen.


In diesem Artikel beschreibe ich die künstlerische Suche. Den maßgeblichen künstlerischen Projektdatensatz führt BANHALMI ART. Dort verbinden sich Werkdatensätze, Provenienz und strukturierte Projektangaben. Der Blog erzählt die redaktionelle Geschichte dieses Prozesses.





Künstler und Autor: Norbert Bánhalmi / Bánhalmi Norbert. Der oben beschriebene Projektstand bezieht sich auf den 3. Oktober 2026.



 
 
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