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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Es gibt kein schlechtes Model, nur einen schlechten Fotografen

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

• Professioneller Fotografie-Artikel •

Eines möchte ich ganz klar festhalten:


Es gibt kein schlechtes Model.

Es gibt nur Fotografen, die die Schönheit eines Menschen nicht erkennen.

Denn am Ende entscheidet immer der Fotograf, welchen Teil dessen, was er sieht, er auch sichtbar macht.

Doch wie funktioniert Fotografie eigentlich?


Bánhalmi Norbert - profi fotós


Ich versuche es mit einem gedanklichen Bild zu erklären.

Dafür braucht ihr ein wenig Fantasie, aber ich denke, es wird funktionieren. ;)

Zuerst brauchen wir ein Model.

Stellt euch vor, das Model wäre ein Wald oder eine Wiese.

Seine aktuelle Stimmung ist das Wetter.

Nun brauchen wir einen Fotografen.

Er befindet sich in einem Haus mitten in diesem Wald beziehungsweise auf der Wiese.

Das Haus hat keine Fenster.

Nur eine Tür.

Und in diesem Gebäude bist du.

Dort hast du deine eigene kleine Welt eingerichtet.

Wenn Ordnung herrscht, herrscht Ordnung.

Wenn Chaos herrscht, ist es eben chaotisch.


Bánhalmi Norbert profi fotós


Der Innenraum spiegelt deine aktuelle seelische Welt.

Obwohl die Wiese um dich herum liegt, siehst du sie nicht wirklich.

Du siehst nur das, was sich im Haus befindet, und den Ausschnitt der Umgebung, der durch die Tür sichtbar wird.

Die meisten Menschen fotografieren die Außenwelt genau von hier aus.

Aus dem Blickwinkel ihrer eigenen Welt.

Wenn man darüber nachdenkt, ist unsere Sicht dadurch stark begrenzt.

Der Türrahmen setzt klare Grenzen.

Das sind die bewussten Gestalter, die ihr Motiv aus einer sicheren emotionalen Distanz beobachten.

Sie lassen sich nicht vollkommen hineinziehen und zeigen die Welt immer durch ihren persönlichen Blickwinkel.

Wenn wir aber wirklich spürbar machen wollen, was draußen existiert, müssen wir das Haus verlassen.

Wir müssen uns von der Sicherheit entfernen und in die Unsicherheit treten.

Draußen öffnet sich die Welt.

Wir fühlen den Wind auf der Haut.


Bánhalmi Norbert profi fotós


Wir riechen die Blumen.

Spüren die Weichheit des Grases unter unseren Füßen.

In jede Richtung sehen und fühlen wir eine andere Welt.

Wenn über uns ein Unwetter losbricht, werden wir nass.

Aber wir wissen auch, dass wir irgendwann wieder trocknen.

Dann können wir ein Bild schaffen, das beim Betrachter etwas Ähnliches auslöst wie die Situation in uns selbst.

Denn wir sind in die Welt des Motivs hineingetreten.

Und können unmittelbar zeigen, was wir dort fühlen.

Ein guter Fotograf ist deshalb gut, weil er zulässt, dass das Motiv etwas mit ihm macht.

Er lässt sich davon mitnehmen.

Und gibt anschließend wie klares Glas ohne unnötige Verzerrung weiter, was dort tatsächlich passiert.

So würde ich vermutlich beschreiben, was für mich einen guten Fotografen ausmacht.

Die besten Fotografen sind häufig diejenigen, die gar nicht unbedingt „Fotografen sein“ wollen.


Enikő Varga szövege: Te azok közé tartozol, akik látnak... lényeges pontok. Kapcsolódás, élet.


Sie existieren einfach.

Sie sehen mit ihrer Seele und lassen andere dadurch sehen.

Mit ihrer Sichtweise hinterlassen sie Tag für Tag etwas wirklich Wertvolles für die nächste Generation.

Nachdem ich diesen Blogbeitrag in meinen sozialen Medien geteilt hatte, ergänzte Enikő Varga folgenden Gedanken.

Für mich war das eine große Ehre.

Ein gut aufgebautes Porträtshooting verfolgt das Ziel, im Bild echte, selbstbewusste Präsenz entstehen zu lassen.


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Den professionellen Kontext und die praktische Seite der Porträtfotografie findest du auf der BANHALMI Website. Verwandte Kunstserien, Bücher und Ausstellungen bewahrt das BANHALMI ART Archiv.

 
 
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