
Ein Blick nach Queens und Brooklyn
- Bánhalmi Norbert

- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden

Mit dem Schnitt des Interviews, das wir vor zwei Tagen aufgenommen haben, komme ich nur langsam voran.
Deshalb schreibe ich heute noch nicht darüber.
Eine Stunde Material so zu kürzen, dass keine wichtige Information verloren geht, ist gar nicht einfach — besonders wenn fast jede Geschichte spannend ist.
Gestern drehte sich hier vieles um die Vorstellung des iPhone 7.
Ich habe sogar versucht, die Eröffnungszeremonie des bekanntesten Apple Stores der Stadt live zu übertragen.
Später am Vormittag ließ ich die Videobearbeitung liegen und fuhr in zwei andere Teile New Yorks:
Zuerst nach Queens.
Anschließend rund siebzehn Kilometer weiter nach Brooklyn.
Die Anreise war einfach.
Ich musste nur in die U-Bahn steigen.
Nach ungefähr 45 Minuten lief ich bereits zu meinem ersten Ziel.
Ich glaube, künftig werde ich noch mehr Bilder in die Blogbeiträge einbauen.
Oft transportieren sie ohnehin die wichtigsten Informationen.
Der Text ist manchmal nur die Beilage.
Queens kann besonders spannend sein, wenn man New York hauptsächlich aus Filmen kennt.
Sobald man Manhattan verlässt, verändert sich das Stadtbild vollkommen.
Die sehr hohen Gebäude verschwinden.
Teilweise entsteht fast ein kleinstädtisches Gefühl.
Außerdem merkt man stärker, dass unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ihre eigenen Viertel haben.
In einer Straße leben überwiegend Chinesen.
In der nächsten vielleicht Russen.
Das Stadtbild kann sich praktisch von Block zu Block verändern.
Die Szenen unten sind für viele Außenbezirke typisch.
Gerade deshalb eignete sich die Gegend sehr gut für eine Fashion-Serie, mit der wir am frühen Nachmittag fertig waren.
Viele Häuser bestehen aus Holz.
Natürlich gibt es auch Backsteingebäude.
Besonders bei mehrstöckigen Wohnhäusern sieht man häufig unverputzten roten oder grauen Ziegel.
Wer nach New York zieht, um sein Glück zu versuchen, landet häufig zunächst in Bronx, Queens oder Brooklyn.
Auch dort ist Wohnen nicht billig.
Ein winziges Zimmer mit etwa sechs Quadratmetern kann 600–800 Dollar kosten.
Eine kleinere Wohnung in halbwegs guter Lage liegt ungefähr zwischen 1.200 und 2.400 Dollar.
Und „gute Lage“ bedeutet häufig vor allem:
Nah an der U-Bahn.
In Brooklyn kann das allerdings auch ziemlich laut sein.
Natürlich gibt es sowohl bessere als auch schlechtere Möglichkeiten.
Viele wohnen mit mehreren Mitbewohnern zusammen, weil das günstiger ist.
Ich erwähne das, weil mich viele Fragen per E-Mail erreichen.
Deshalb möchte ich auch über den Blog praktische Informationen weitergeben.
Die nächsten Bilder zeigen Straßen in Brooklyn in der Nähe der Hochbahn.
Nach dem Shooting machte ich mich auf den Weg Richtung Brooklyn.
Hier zeigt sich, wie hilfreich Smartphone und Google Maps sind.
Die App erklärt meistens sehr genau, wie man ans Ziel kommt.
Trotzdem lohnt es sich, vorher zusätzlich den U-Bahn-Plan anzusehen und zu prüfen, wo man auf einen Expresszug umsteigen kann.
Das spart viel Zeit.
Auf vielen Linien gibt es in New York zwei Arten von Zügen.
Local-Züge halten an jeder Station.
Express-Züge fahren auf derselben Strecke, lassen aber viele Stationen aus.
Auf dem Plan erkennt man, welche Linien an welcher Station halten.
Bei längeren Fahrten spart das schnell viele Minuten.
Ich befand mich noch am Anfang von Queens.
Wer die Karte genauer betrachtet, sieht, dass der Weg in den Süden Brooklyns noch einmal durch Manhattan führt.
Mit drei U-Bahn-Verbindungen und ungefähr anderthalb Stunden Fahrt erreichte ich schließlich Coney Island ganz im Süden Brooklyns.
In Brooklyn — und teilweise auch in Queens — verlaufen U-Bahn-Strecken oberhalb der Straßen.
Allein das lohnt sich einmal aus der Nähe anzusehen.
So etwas gibt es bei uns zu Hause kaum.
Coney Island ist besonders im Herbst bei Sonnenuntergang wunderschön.
Es gibt einen Vergnügungspark.
Den Ozean.






Einen langen Pier.
Und einen breiten Sandstrand.
Im Sommer ist es hier sehr voll.
Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sammeln sich häufig in unterschiedlichen Bereichen, auch wenn natürlich jeder sitzen kann, wo er möchte.
Coney Island ist ein kostenloser öffentlicher Strand.
Ich habe bewusst in einer ruhigeren Jahreszeit fotografiert, damit die Bilder die Atmosphäre ohne den sommerlichen Andrang zeigen.
Wer einen gepflegteren und ruhigeren Strand am Ozean sucht, dem empfehle ich Long Beach auf Long Island.
Man erreicht ihn mit einem separaten Zug.
Hin und zurück kostet die Fahrt ungefähr 16 Dollar.
Pro Strecke braucht man rund 45 Minuten.
Der Strand ist sehr sauber, allerdings kostenpflichtig.






Die kostenlosen Strände besitzen ihren eigenen bunten Charakter.
In Long Beach kann man dafür wirklich ungestört entspannen.
Vor der Fahrt lohnt sich ein Blick auf die Wettervorhersage.
Durch den Einfluss des Ozeans kann das Wetter in verschiedenen Teilen New Yorks deutlich unterschiedlich sein.
Mit den Bildern unten möchte ich euch Long Beach ein wenig zeigen.
Heute habe ich ein Fashion-Shooting in Manhattan.
Vielleicht erwähne ich es später kurz.
In den nächsten Blogbeiträgen möchte ich euch aber lieber weiter die Stadt und die Vorbereitungen für die Ausstellung zeigen.
Zunächst muss ich noch genau festlegen, wie die Interviews aufgebaut werden.
Am Montag geht es weiter.
Ab diesem Punkt darf sich die Struktur nicht mehr ständig verändern.
Die gesamte Reihe muss einheitlich bleiben.
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