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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Die Welt der Frau … / Die Stolpersteine auf dem Weg zur Frau

  • Autorenbild: Kati (51)
    Kati (51)
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden


Sárga virág a zöld mezőn a napfényben. Füst és Lézer! Támadnak a Hollandok! Háttérben fák.


„Kati war zu einer schönen jungen Frau herangewachsen.

Ihre mädchenhafte Art ließ viele Herzen höherschlagen.

Trotzdem fühlte sie sich meistens allein.

Dann wünschte sie sich nichts mehr als ein freundliches Wort und eine warme Umarmung — und während es für eine warme Umarmung viele Bewerber gab, waren ehrliche, freundliche Worte deutlich seltener.

Sie hatte das Gefühl, dass in dieser merkwürdigen Welt die Wünsche der Seele immer weniger bedeuteten und die Befriedigung körperlicher Begierden über allem triumphierte.

Fast schien die ganze Schule von einer Art Sex-Manie durchdrungen zu sein.

Ja.

Genau so war es.

Anders konnte man es kaum beschreiben.

Denn das Aufbauen und Zerlegen von Beziehungen spielte sich nicht nur unter den Studierenden ab.

Auch die Lehrkräfte beteiligten sich durchaus daran.

Im letzten Jahr musste Kati das Thema ihrer Abschlussarbeit auswählen.

Die Dozenten hatten zahlreiche Themen vorbereitet, aus denen Studierende ohne eigene Idee wählen konnten.

Kati fand nichts, was ihr gefiel.

Also „entschied“ sie sich mehr oder weniger für das, was übrig blieb:


Künstliche Befruchtung von Kaninchen.

Das wurde Thema und Titel ihrer Abschlussarbeit.

Es interessierte sie überhaupt nicht.

Sie konnte sich nicht einmal vorstellen, wen und warum so etwas interessieren sollte.

Und warum musste man Kaninchen überhaupt künstlich befruchten?

Es ist schließlich bekannt, dass Kaninchen sich von ganz allein sehr häufig vermehren.

Die Weibchen sind ungefähr dreißig Tage trächtig.

Sie bringen fünf oder sechs Junge zur Welt.

Mit sieben Monaten sind diese bereits geschlechtsreif.

Manche Rassen sogar schon mit vier Monaten.

Und schon beginnt alles von vorn.

Auch die Mutter macht im Grunde ihr ganzes Leben damit weiter.

Egal, dachte Kati.

Der Dozent, der die Forschung durchführte, würde ohnehin sämtliche Experimente selbst machen.

Sie musste nur beobachten.

Notieren.

Und daraus irgendwie diese verdammte Abschlussarbeit zusammenbauen.

Ungefähr zehnmal fuhren sie mit ihrem Veterinärdozenten zu der Kaninchenfarm.

Er führte die Versuche mit großer Hingabe durch.

Kati nahm Notizbuch und Stift mit und schrieb Daten, Kennnummern der Kaninchen, Ergebnisse, Mengen, Häufigkeiten, Veränderungen und ähnliche Zahlen auf.

Neben der Datenerfassung fotografierte der Dozent alles.

In den Käfigen.

Im Labor.

Sogar die Proben unter dem Mikroskop.

Die Fahrt zur Farm dauerte ungefähr eine Stunde.

Bei jedem Besuch verbrachten sie dort weitere ein bis zwei Stunden.

Über andere Dinge sprachen sie kaum.

Meistens ging es um Kaninchen.

Und um die Schule.

Am letzten Beobachtungstag geschah auf der Heimfahrt etwas Unerwartetes.

Der Dozent hielt plötzlich das Auto an.

Er beugte sich zu Kati und versuchte sie zu küssen.

„Was für ein Selbstbewusstsein“, dachte sie.

„Hat er ernsthaft damit gerechnet, dass ich das einfach mitmache?

Wie kommt er überhaupt auf diese Idee?“

Natürlich geschah nichts.

Kati zog sich zurück und erklärte höflich, dass sie wohl weiterfahren sollten.

Sie fuhren weiter.

Nicht lange danach hielten sie an einem Café.

Kati spürte, dass ihr Dozent verlegen war.

Er wollte sie offensichtlich nicht einfach so zurück ins Studentenwohnheim bringen.

Sie hatte ihn abgewiesen.

Nicht dramatisch.

Eher kühl.

Und die gekränkte junge Frau behandelte ihn danach wie Luft.

Sie ignorierte ihn.

Der Dozent bemerkte es und versuchte, die Situation zu retten.

Sie gingen hinein.

Kati bestellte Cola.

Und der bislang angesehene, Respekt einflößende Lehrer wurde in ihren Augen immer erbärmlicher.

Eigentlich sah sie plötzlich gar keinen Lehrer mehr.

Nur einen lächerlichen Mann.

Einen Mann, der eifrig versuchte, Cola in ihr Glas zu gießen.

Doch seine Hand zitterte so stark, dass sich auf der schneeweißen Tischdecke bald braune Flecken um das Glas verteilten.

Es fühlte sich fast an wie eine kleine Wiedergutmachung des Schicksals.

Der große Held, der den Kuss mit gewaltigem Selbstvertrauen begonnen hatte, war innerhalb weniger Minuten vollkommen lächerlich geworden.

Kati stützte die Ellbogen auf den Tisch und legte ihr Kinn in beide Hände.

Zuerst lächelte sie nur.

Dann konnte sie nicht mehr und lachte laut.

„Lachen Sie mich aus?“, fragte der Dozent.

„Entschuldigung, aber ja. Es ist wirklich sehr lustig zu sehen, wie sehr Sie sich bemühen.“

„Ja?“

„Ja.“

Kati war kein kleines Mädchen mehr.

Obwohl sie bereits große Enttäuschungen erlebt hatte, blieb sie immer auf den Beinen.

Statt sich selbst aufzugeben, versuchte sie stärker zu werden.

Das merkwürdige Gespräch dauerte nicht lange.

Sie trank ihre Cola.

Der Lehrer seinen Orangensaft.

Dann fuhren sie weiter.

Einige Wochen vergingen und die Prüfungszeit begann.

Jeder versuchte, den Stoff entsprechend den eigenen Ansprüchen zu lernen.

Trotzdem war die Prüfungsangst überall spürbar:


Hauptsache bestehen.

Bloß nicht später für eine Wiederholungsprüfung erneut lernen und kostbare Freizeit verlieren.

Genau jener Dozent prüfte die Gruppe, mit dem Kati ihre Abschlussarbeit vorbereitet hatte.

Er rief die Studierenden einzeln herein.

Als Kati an der Reihe war, ging sie zum Lehrertisch und zog eine Prüfungsfrage.

Dann setzte sie sich zur Vorbereitung.

Als sie fertig war, stand sie auf und erklärte, was sie über das Thema wusste.

Sie hatte das Gefühl, eine solide mittlere Leistung erbracht zu haben.

Als sie geendet hatte, sah ihr Dozent ihr lange in die Augen.

Dann sagte er:


„Drei.“

Kati war zufrieden.

Bevor sie jedoch den Raum verlassen konnte, rief der Dozent hinter ihr her:


„Andererseits kann ich jemandem, den ich einmal küssen wollte, wohl kaum nur eine Zwei geben.“

Kati fühlte sich, als hätte jemand ihr ein Messer in den Rücken gestochen.

Innerlich kochte sie.

Doch sie sagte kein Wort.

Sie drehte sich nicht einmal um.

Sie ging geradewegs hinaus und konnte es kaum erwarten, die Tür hinter sich zu schließen.“

1984 schloss ich mein Studium ab.

Seitdem habe ich viele weitere Erfahrungen gesammelt.

Die Geschichte oben beschreibt eine Form jener Stolpersteine, die auf dem Weg zur Frau auftreten können.

Sie ist ein Auszug aus meinem aktuell entstehenden Buch — und aus meinem eigenen Leben.

Seit acht Jahren lebe ich in Australien.

Ich schreibe.

Ich male.

Ich singe.

Ich tue also genau die drei Dinge, die ich immer am meisten geliebt habe.

Für mich findet eine Frau ihre wirkliche Erfüllung durch Selbstverwirklichung.

Auch wenn sie erst mit über fünfzig dort ankommt.

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