top of page

// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Der Weg, die Wahrheit und das Leben – der Moment, in dem ich mich für die Scheidung entschied

  • Autorenbild: Mónika (43)
    Mónika (43)
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden


A Nő világa - Poór Mónika


Ich bin heute 43 Jahre alt.

Ich bin eine fürsorgliche Partnerin und Mutter und lebe mit meinen beiden Kindern und meinem heutigen Partner in einem Dorf unweit von Szombathely.

Meine Eltern wohnen drei Häuser weiter.

Mein älterer Bruder mit seiner Familie ebenfalls nur wenige Häuser entfernt.

Zum Glück ist der Zusammenhalt in unserer Familie groß.

Ich kann ehrlich sagen, dass das Schicksal mich mit einer schönen Familie beschenkt hat.

Meine Tochter ist 18.

Mein Sohn 14 Jahre alt.

Jeder Mensch trägt in dieser Welt sein eigenes Kreuz und geht seinen eigenen Weg.

Auch in meinem Leben gab es viele Wendepunkte, an denen ich mich gebrochen fühlte.

Mit achtzehn begann ich zu arbeiten.

Seit inzwischen fünfundzwanzig Jahren bin ich Krankenschwester auf einer onkologischen Station.

Wie viele andere Menschen erlebte auch ich als Teenager eine intensive Beziehung.

Wir waren verlobt.

Dann kam die erste große Enttäuschung meines Lebens:


Meine beste Freundin, die zugleich meine Cousine war, spannte mir meinen Partner aus.

Ähnliche Erfahrungen machen viele Menschen.

Ich schloss dieses Kapitel.

Danach kam eine neue Liebe.

Wir heirateten.

Unsere zwei wunderbaren Kinder wurden geboren.

Dank meiner Eltern konnten wir in ihrer Nähe ein Haus bauen.

Dort leben wir bis heute.

Nach der Geburt unseres ersten Kindes begann mein Mann bei einer italienischen Spedition zu arbeiten.

Das war schwierig.

Meistens war er höchstens an einem Wochenende im Monat bei unserer kleinen Tochter und mir.

Es war schlimm, meinen Mann kaum zu sehen.

Und schlimm, dass unser Kind die Anwesenheit seines Vaters so selten spürte.

Ich hätte mich lieber an seiner Seite sicher gefühlt.

Gewusst, dass er da ist.

Dass er auf uns achtet.

Doch so hatte er sein Leben gewählt.

Später wurde ich mit unserem Sohn schwanger.

Die Monate vergingen.

Nichts veränderte sich.

Im Gegenteil:


Die ohnehin geringe Aufmerksamkeit meines Mannes verschwand fast vollständig.

Kurz nach der Geburt unseres Sohnes kündigte er seine Arbeit.

Für einen kurzen Moment waren wir glücklich, dass er endlich zu Hause war.

Doch die Freude hielt nicht lange.

Er erzählte mir, dass er in den fast vier Jahren, in denen ich unsere Kinder praktisch allein großgezogen hatte, während seiner Arbeit mit Frauen gegen Bezahlung geschlafen hatte.

Auch in den Zeiten zu Hause hatte er mich betrogen.

Die Nachricht traf mich wie ein Schlag.

Ich fühlte mich wie versteinert.

Trotzdem dachte ich:


Eine Scheidung ist keine Lösung.

Die Kinder brauchen ihren Vater.

In den folgenden Jahren wurde ich bei diesem Gedanken immer unsicherer.

Denn er verhielt sich gegenüber den Kindern häufig nicht so, wie ich es von einem Vater erwartet hätte.

Und er blieb weiterhin untreu.

Dann geschah eines Nachts etwas, auf das nichts vorbereitet hatte.

Wie ausgewechselt versuchte er, mich zu vergewaltigen und totzuschlagen.

Meine damals elfjährige Tochter rettete mich.

Ich kam mit Verletzungen an Kopf und Handgelenk davon.

Danach ließen wir uns scheiden.

Seitdem taucht der Vater im Leben der Kinder mal auf und verschwindet dann wieder.

Nach der Scheidung brauchte ich zwei Jahre, bis ich wieder mit erhobenem Kopf durch die Welt gehen konnte.

Ich nahm die Menschen um mich herum wieder wahr.

Und das Schicksal brachte meine erste große Jugendliebe zurück.

Zwanzig Jahre hatten wir uns nicht gesehen.

Auch für ihn war ich damals die erste große Liebe gewesen.

Nach unserer Begegnung redeten wir immer häufiger.

Tranken Kaffee.

Und nach einem halben Jahr stellten wir plötzlich fest:


Wir hatten uns erneut ineinander verliebt.

Seitdem ist er Teil unserer Familie.

Mein Jahr 2017 begann mit einem epileptischen Anfall.

Wieder war es meine Tochter, die mich rettete.

Bei den Untersuchungen stellte sich heraus:


Ich hatte einen Hirntumor.

Wieder fühlte es sich an, als würde mein Leben eine komplette Kehrtwende machen.

Doch in der schlechten Nachricht steckte auch eine gute:


Der Tumor lag an einer operablen Stelle.

Und er war gutartig.

Einige Monate nach der Operation spürte ich schließlich ganz deutlich:


Ja.

Ich lebe.

Es war ein langer Weg bis hierher.

Heute bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich weiß:


Mein Leben gehört mir.

Ich entscheide, was für mich gut ist und was nicht.

Und genau deshalb gehe ich heute sehr viel selbstbewusster, mutiger und mit tausendmal mehr Freude durch meinen Alltag.

(Das Titelbild dient nur als Illustration.)

Anspruchsvolle Eventfotografie formt aus natürlichen, authentischen Momenten eine visuelle Geschichte, die langfristig genutzt werden kann.


Teil des BANHALMI Ökosystems

Den professionellen Kontext und die praktische Seite der Porträtfotografie findest du auf der BANHALMI Website. Verwandte Kunstserien, Bücher und Ausstellungen bewahrt das BANHALMI ART Archiv.

 
 
bottom of page