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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

Der Tag, an dem ich in die BDSM-Welt hineingeriet

  • Autorenbild: Texana (42)
    Texana (42)
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden


Bánhalmi Norbert fotóművész - művészi aktfotózás - budapest


Ich glaube kaum, dass es eine ganz gewöhnliche Frau gibt, die nicht wenigstens in Gedanken einmal damit gespielt hat, eine dominante oder eine unterwürfige Rolle auszuprobieren.

Ich kenne mehrere Frauen, deren Neugier durch Fifty Shades of Grey geweckt wurde.

Als ich jedoch selbst einen Teil dieser Welt erlebte, begriff ich schnell, dass das Buch nur eine romantische Fantasie ist, die an der Oberfläche kratzt.

Aber greifen wir nicht zu weit vor.

Bei der Arbeit hatte ich oft das Gefühl, viel zu still zu sein.

Ich erledigte meine Aufgaben gut.

Wenn ich aber mit etwas nicht einverstanden war, zog ich mich meist zurück und gab nach.

„Sei froh, dass du überhaupt einen Job hast“, sagte ich mir.

In solchen Momenten flüchtete ich manchmal für ein paar Minuten in die sozialen Medien, um wenigstens kurz aufzutanken.

Oft teilte ich ein Zitat, ein Bild oder ein Video, das ausdrückte, was ich gerade fühlte.

Nach einem solchen Beitrag schrieb mir ein Mann.

Er lud mich in eine Facebook-Gruppe mit ungefähr zwei- bis dreihundert Mitgliedern ein.

Aufgrund meiner Posts und meiner Denkweise glaubte er, dass ich mich dort wohlfühlen würde.

Die Gruppe nahm mich sofort herzlich auf.

Die Menschen waren sympathisch.

Es entwickelte sich fast eine familiäre Gemeinschaft mit privaten Gesprächen und echten Freundschaften.

Dann kam Oxana Asthon Mayer.

Sie war freundlich.

Auf den Fotos eine wunderschöne Frau.

Humorvoll und gebildet.

Unsere Freundschaft entstand langsam.

Monatelange Nachrichten.

Chats bis tief in die Nacht.

Weil ich glaubte, sie sei eine Frau, erzählte ich ihr all meine kleinen Geheimnisse.

Eines Tages sagte ich etwas so typisch „Mädchenhaftes“, dass sie mich bat, ihr Profil etwas genauer anzusehen.

Also tat ich es.

Dort standen viele Begriffe, die mir damals fremd waren:


Trans Girl, extremer High-Heel-Fetisch, Korsetts, Handschuhe, Bondage, Shibari und nicht zuletzt „Klitty“.

Also:


Google.

Bibliothek.

Hunderte Fragen aufschreiben und sammeln.

Ich hatte plötzlich viel zu recherchieren.

Am Abend verstand ich, dass ich mit einer Frau sprach, die in einem männlichen Körper lebte.

Trotzdem hatte ich weiterhin Fragen.

Sie rief mich an.

Ihre Stimme war außergewöhnlich tief.

Nicht lange danach trafen wir uns persönlich.

Vor mir stand eine attraktive Frau — jemand, der auch in einer männlichen Präsentation ohne Weiteres als attraktiv gegolten hätte.

Sie bat mich darum, mich nicht auf die männliche Seite ihres Körpers zu konzentrieren, weil die Menschen in ihrem Umfeld nichts davon wussten.

Dann kam unser erstes gemeinsames Wochenende.

Wir waren bei mir, weil sie rund hundert Kilometer entfernt wohnte.

Ich war etwas nervös.

Ich mochte sie inzwischen sehr.

Aber ich wusste nicht, was sie von mir wollte.

Über Sex oder Liebe hatten wir nie gesprochen.

Wir waren Freunde.

Für die zwei Tage kam sie mit einem riesigen Koffer.

Ich zähle nicht alles auf, aber allein drei Paar High Heels gehörten zur Ausstattung.

Beim ersten Umziehen musste ich beinahe lachen.

Die Situation wirkte auf mich zunächst surreal.

Äußerlich eine wunderschöne Frau mit sehr femininer Erscheinung — gleichzeitig blieb ihre Stimme männlich.

An diesem Abend geschah außer zärtlichen Berührungen nichts Sexuelles.

Damals erklärte sie mir, dass sie ein Switch ist.

Wieder half Google.

Das bedeutet:


Sie kann sowohl dominante als auch devote Rollen genießen.

„Du willst mich also schlagen?“, fragte ich.

„Nein, Rapunzel. Es bedeutet nur, dass ich die Führung übernehme“, sagte sie lächelnd.

„Dann probieren wir es aus.“

So kam das nächste Wochenende.

Diesmal war ich wirklich angespannt.

Ich wusste nicht, ob sie eine kurvige Frau wie mich überhaupt attraktiv finden würde.

Hinzu kam:


Sie bezeichnete sich als lesbisch.

Wir küssten und umarmten uns.

Dann stoppte ich plötzlich.

„Aber du bist lesbisch. So kann das doch nicht funktionieren.“

Sie erklärte mir, dass ihre Anatomie sie nicht daran hindert, Lust zu empfinden.

Ich vertraute ihr.

Und wollte weitermachen.

Jeder Kuss und jede Umarmung fühlten sich himmlisch an.

Noch nie hatte ich mich selbst so sinnlich erlebt.

Mein Körper reagierte mit einer Intensität, die mich überraschte und zunächst sogar beschämte.

Dieses starke Verlangen war für mich völlig neu.

Wir gingen langsam und vorsichtig weiter, und das Erlebnis blieb sanft.

Beim zweiten intimen Treffen probierten wir aus, ob ich mich in einer unterwürfigen Rolle wohlfühlen würde.

Sie gab mir kleine Anweisungen und versuchte, mich in die Rolle hineinzuführen.

Sehr schnell wurde klar:


Eine Sub bin ich definitiv nicht.

Also probierten wir das Gegenteil.

Dominanz.

Sie legte mir eine Peitsche in die Hand und bat mich, sie leicht damit zu treffen.

In dem Moment, in dem ich sie hielt, fühlte ich mich in dieser Rolle überraschend wohl.

Stark.

Attraktiv.

Unverletzlich.

Beim ersten Schlag war meine Hand noch unsicher.

Ich erschrak ein wenig, als ihre Haut an der Stelle leicht rot wurde.

Sie sagte nichts.

Sie sah mich nur an und wartete darauf, dass ich weitermachte.

Meine Hand bewegte sich erneut.

Diesmal sicherer.

Dann folgte ein Schlag auf den nächsten.

Am meisten faszinierte mich zu sehen, wie sehr sie die Erfahrung genoss.

Und merkwürdigerweise stieg meine eigene Erregung dabei auf ein ähnlich intensives Niveau wie bei unserem ersten Treffen.

Dieses Feuer ist seitdem geblieben.

Schritt für Schritt entdeckte ich, dass mir die dominante Rolle entspricht.

Einige Monate später wurden wir zu einem Shibari-Abend eingeladen.

Ich hatte Angst, mich dort fehl am Platz zu fühlen.

Zu meiner eigenen Überraschung ging alles jedoch sehr leicht.

Ich half sogar hinter der Bar aus, weil im Bistrobereich so viel los war.

Die Menschen waren freundlich und offen.

Sie nahmen mich auf wie in eine große Familie.

Ich sah dort auch bekannte Persönlichkeiten — Politiker und Menschen aus dem Fernsehen.

Ich hörte Sätze wie:


„Oh, deine Schuhe sind so süß. Darf ich sie einmal anprobieren?“

Wer würde dazu Nein sagen?

Es ist eine faszinierende eigene Welt.

Anders — und gleichzeitig gar nicht anders.

Denn auch dort sind Menschen.

Echte Menschen.

Mit tiefen inneren Welten, die oft nicht verstanden werden.

Ich mag sie.

(Das Titelbild dient nur als Illustration.)

Künstlerische Fotografie – Details.


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