Das beste Sommer-Outfit: Sonne, Segelboot und Seidenkleid
- Varga Zsuzsa

- vor 4 Tagen
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Aktualisiert: vor 9 Stunden
• Reportage •
Interview mit Natália Gyulai, Designerin der Marke NATI100%PUREIDEA
So jedenfalls habe ich dieses warme August-Shooting erlebt, bei dem der Fotokünstler Norbert Bánhalmi eines der wunderschönen Sommerkleider der ungarischen Marke NATI100%PUREIDEA fotografierte — ein Kleid in allen Farben des Regenbogens.
Zu diesem außergewöhnlichen Kleid und dem professionellen Fotografen kam noch eines der wunderschönen Segelboote von VezérSail. Auf dem gepflegten Deck spiegelte sich das Licht der untergehenden Sonne in warmem Gold.
Das Team war professionell. Ashlian stand als Model vor der Kamera — mit ihrer perfekten Figur hätte vermutlich jedes Kleid gut ausgesehen. Dávid Vezér hielt das Ruder sicher in der Hand und unterhielt die Teilnehmer, ganz Kapitän, mit abenteuerlichen Geschichten über sein eigenhändig gepflegtes Boot. Hinter der Kamera gab Norbert Bánhalmi die Anweisungen. Ihn kann man seit Jahren im Sommer am Nordufer des Balaton antreffen, wenn jemand eine starke Fotoserie vor der Kulisse eines eindrucksvollen Balaton-Sonnenuntergangs möchte.
Und natürlich waren auch einige von uns als Helfer dabei — wobei wir im Grunde vor allem die glücklichen Nutznießer dieser Zusammenarbeit waren. Der eigentliche Star blieb schließlich doch dieses leichte, unkonventionelle Seidenkleid.
Aus diesem Anlass sprachen wir mit der Designerin Natália Gyulai über Mode, Beruf, Inspiration und die Geschichte der Marke NATI100%PUREIDEA.
Ja, 2000 habe ich meinen Masterabschluss im Bereich Bekleidungsdesign an der damaligen Ungarischen Hochschule für Angewandte Kunst, Fakultät Textilkunst, gemacht. Kontinuität ist an sich schon eine enorme Leistung — also dass eine Marke jedes Jahr mindestens zwei Kollektionen herausbringt. Wenn diese Kontinuität besteht, bedeutet das, dass wir uns erfolgreich im Beruf behaupten und Nachfrage nach unseren Kleidungsstücken vorhanden ist.
Viele unserer Stammkundinnen und Stammkunden erwerben heute mit beinahe sammlerischer Leidenschaft Kleidungsstücke und Accessoires, die für sie eine besondere Bedeutung haben.
Was waren in den vergangenen zwei Jahrzehnten die wichtigsten Meilensteine und größten Erfolge mit der Marke?
Wenn man als Künstler arbeitet, gehören Modenschauen, Ausstellungen, Wettbewerbe und Verbindungen zu anderen Kunstformen wie Theater oder Tanz ganz selbstverständlich zum Berufsweg. Auch bei uns ist die Liste lang. Um nur einige Länder zu nennen: Japan, China, Frankreich, Italien, Belgien, die Schweiz, Deutschland und Finnland. Dort fanden renommierte Fachwettbewerbe und Ausstellungen statt, von denen wir mit mehreren bedeutenden Preisen und Auszeichnungen zurückkehrten.
Auch in Ungarn gab es wichtige Erfolge. Besonders stolz bin ich vielleicht auf unsere Ausstellung im Ludwig Museum, den Ungarischen Designpreis, die Auszeichnung „Textilkünstler des Jahres“ und darauf, dass große öffentliche Sammlungen NATI-Kleidungsstücke besitzen — darunter das Fashion Museum Kobe, das Ungarische Nationalmuseum, das Museum für Angewandte Kunst, das Ungarische Historische Museum und die Kiscelli Galerie.
Nein, daran habe ich eigentlich nie gedacht. Ich habe eine Berufung. Schwierige Zeiten gibt es natürlich auch, aber die muss man überstehen, und danach geht es weiter.
Was kann die Inspiration für neue Kollektionen entzünden?
Eigentlich alles, was ich zufällig sehe. Seit einigen Jahren beginne ich beim Material selbst. Wir entwickeln unsere eigene technische, experimentelle Makrowelt und laufen nicht Trends hinterher. Genau darin liegt für mich der Kern von Slow Fashion.
Man hört oft: Heute ist alles Mode. Kannst du dem zustimmen? Und wenn wir deine aktuellen NATI100%PUREIDEA-Kollektionen anschauen — welcher Trend oder welche Richtung prägt sie?
Wir sehen sehr viel, und in der Modewelt herrscht ein enormer Lärm. Man kann gar nicht alles wahrnehmen, einfach weil es zu viele Informationen gibt. Ich habe immer meiner eigenen inneren Stimme vertraut, und selbst damit warten noch viele Ideen auf ihre Umsetzung.
Ich bin ehrlich: Beim Anziehen bin ich keine besonders „farbenfrohe“ Persönlichkeit. Trotzdem hat mich das multicolore Kleid beim Segel-Shooting vollkommen begeistert. Ich könnte es mir an jedem Sommertag an mir vorstellen. Was ist das Geheimnis dieses Kleides?
Ich freue mich, wenn du das Gefühl hast, dass das Kleid ein Geheimnis besitzt. Sicher ist: Es handelt sich um hochwertige Viskose mit einer abstrakten, farbenreichen Gestaltung, die in sorgfältiger Atelierarbeit verarbeitet wurde. Entscheidend ist aber, dass beim Betrachten und Tragen des Kleides ein emotionaler Mehrwert entsteht. Dann kann so ein Stück zum „Lieblingskleid“ werden.
Mir ist wichtig, dass der Nutzer ein Kleidungsstück nicht als Wegwerfprodukt betrachtet, sondern als Begleiter über lange Zeit. Ich glaube immer stärker daran, dass Slow Fashion gegenüber Fast Fashion an Bedeutung gewinnt. Zum Glück können wir diese Entwicklung auch in Ungarn beobachten.
Nein, das interessiert mich eigentlich nicht mehr. Natürlich ist es trotzdem schön, die Kleidung getragen zu sehen oder von Kundinnen und Kunden Geschichten darüber zu hören, welche Komplimente sie für ein gut zusammengestelltes Outfit bekommen.
Der Sommer geht langsam zu Ende. Welche Pläne hast du mit NATI100%PUREIDEA für den Rest des Jahres? Und wo kann man dich dieses Jahr noch sehen oder von dir hören?
Wie immer entsteht gerade die Herbstkollektion. Neben Design und Vorbereitung gehört zu meinem Alltag auch, dass ich mittwochs persönlich diejenigen empfange, die im Prizma Designer Store vorbeikommen. Außerdem bereiten wir noch eine große Überraschung vor: Wir betreten ein anderes „Universum“ — mehr darf ich dazu im Moment aber noch nicht verraten.
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Den professionellen Kontext und die praktische Seite der Porträtfotografie findest du auf der BANHALMI Website. Verwandte Kunstserien, Bücher und Ausstellungen bewahrt das BANHALMI ART Archiv.