Das Bekenntnis einer Mutter an die Frau in ihr
- Judit (40)

- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
Ich glaube nicht, dass ich mit einer der großen Fragen des Lebens allein bin:
Wie erleben wir unsere Weiblichkeit, nachdem wir Mütter geworden sind?
Für jede Mutter steht die FAMILIE natürlich an erster Stelle, und häufig stellen wir die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kinder und unseres Partners vor unsere eigenen.
Bitte nicht falsch verstehen — wir tun das meistens aus Liebe.
Der Mutterinstinkt ist real.
Und trotzdem taucht irgendwann die Frage auf:
Wo komme eigentlich ich selbst in diesem Bild vor?
Wer denkt darüber nach, was Mama selbst fühlt?
Wie schwer manche Situationen für sie sein können?
Wie viel Kraft es kostet, wieder ein Problem zu lösen?
Unsere Rolle als Frau in Ehe und Familie kann gleichzeitig die schönste und die schwierigste Aufgabe unseres Lebens sein.
Stunde für Stunde stehen wir lächelnd vor unseren Kindern — auch wenn ein Teil von uns manchmal am liebsten schreiend vor der ganzen Welt davonlaufen würde.
Ja.
Diese verdammten Tiefpunkte gibt es.
Aber die kleinen Freuden des Lebens schaffen es immer wieder, den Alltag wie ein Wunder zu vergolden und uns selbst durch große Schwierigkeiten zu tragen.
Jeden Morgen und Abend können wir dankbar dafür sein, diese Wunder erleben zu dürfen:
Wir sind zusammen.
Wir können unsere Tage gesund und glücklich verbringen.
Durch unsere Kinder dürfen wir alle wichtigen Stationen eines menschlichen Lebens miterleben.
„Mütterliche Liebe ist das einzige Gefühl, das weder von Zeit noch Raum beeinflusst wird — und auch nicht davon, ob es erwidert wird.“
Mutter zu sein gehört zu den wundervollsten Dingen der Welt.
Und irgendwann, während die Jahre vergehen, begreifen wir:
Irgendwo tief hinter der MUTTER lebt noch immer eine FRAU.
Wir sehnen uns nach Liebe.
Nach Zuwendung.
Nach kleinen Aufmerksamkeiten.
Nach gestohlenen Minuten oder Stunden zu zweit.
Wir müssen die FRAU in uns wiederentdecken.
Unseren Körper neu kennenlernen.
Ihn mit seinen Fehlern annehmen.
Stolz zu ihm stehen.
Und uns selbst so lieben, wie wir sind.
Wahre Schönheit liegt nicht nur im Äußeren.
Glück strahlt aus dem Gesicht.
Auch andere sehen uns dann als schön, wenn wir uns selbst akzeptieren und uns in unserer Haut wohlfühlen.
Finde Zeit, die dir gehört.
Schmuggle jeden Tag einige Minuten für dich selbst in deinen Alltag.
Wenn du glücklich bist, wird das auch deine Familie spüren.
Erlaube dir auch berufliche Erfüllung.
Lebe so, dass du Jahre später nicht sagen musst:
„Ach, hätte ich das damals doch anders gemacht.“
Wenn etwas nicht richtig ist, verändere es.
Verändere dich oder verändere die Situation.
Trau dich zu LEBEN.
Zu erleben.
Zu genießen.
Enttäuscht zu werden.
Etwas zu tun.
Oder manchmal bewusst nichts zu tun.
Steh zu den Folgen deiner Entscheidungen.
Wenn du fällst, steh wieder auf und geh mit erhobenem Kopf weiter.
Suche deinen Platz.
Den Ort, an dem du dich vollständig fühlst und auch in deiner Arbeit aufgehen kannst.
Den Ort, an dem du sagen kannst:
„Ich bin angekommen. Hier gehöre ich hin.“
Liebe und unterstütze deine Familie.
Aber verliere dabei dich selbst nicht.
„Mutterschaft ist Demut. Dienst und Verzicht. Lebenslange Sorge. Eine Lektion in Selbsterkenntnis. Zweifel und Glaube an sich selbst. Mutterschaft ist Bindung. Festhalten und Loslassen. Und vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber dem Menschen, den du geboren hast, und dem Menschen, der dich geboren hat.“
Diese Worte beschreiben für mich Mutterschaft besser als fast alles andere.
Und gleichzeitig MUTTER und FRAU sein zu können, gehört zu den schönsten Dingen der Welt.
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