
Budapest – London – New York in 18 Stunden
- Bánhalmi Norbert

- vor 4 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden

Budapest, Flughafen Liszt Ferenc.
Wer zum ersten Mal in ein weit entferntes Land reist, achtet meistens besonders auf Details, Abläufe am Flughafen und lokale Besonderheiten.
Während ich hier am Budapester Flughafen Liszt Ferenc sitze, versuche ich die kleinen Dinge zusammenzufassen, die mir auf meinen bisherigen Reisen wichtig erschienen.
Auf dem Flug nach London schreibe ich weiter.
Da ich in Heathrow drei Stunden Aufenthalt habe, werde ich den Beitrag vielleicht dort beenden — oder erst nach meiner Ankunft in New York.
Wer in den „Big Apple“ reisen möchte, muss zuerst sicherstellen, dass die richtige Einreisegenehmigung beziehungsweise das passende Visum vorliegt.
Welche Form nötig ist, hängt von Zweck und Umständen der Reise ab.
Deshalb unbedingt vor jeder Reise die aktuellen offiziellen Bestimmungen prüfen.
Zusätzlich empfehle ich eine Reiseversicherung vom Abflug bis zur Rückkehr.
Medizinische Behandlungen in den USA können extrem teuer sein.

Am besten braucht man die Versicherung natürlich nie.
Zum Zeitpunkt dieser ursprünglichen Reise gab es keine direkte Verbindung Budapest–New York.
Die nächstgelegene Nonstop-Verbindung startete in Wien.
Mit einem Umstieg lag die Gesamtreisezeit meist bei ungefähr elf bis sechzehn Stunden, abhängig von Airline und Anschluss.
Ich flog damals meistens über London.
Der Flug aus Budapest kam in Heathrow am Terminal 3 an.
Der Weiterflug startete vom Terminal 5.
Der Weg zwischen den Terminals ist nicht kurz.
Selbst wenn man sich beeilt, sollte man ungefähr eine Stunde einplanen.
Je nach Verbindung braucht man einen Flughafenbus und innerhalb des nächsten Terminals weitere Verkehrsmittel, bevor man zum Gate laufen kann.
Bei längerer Wartezeit muss Essen am Flughafen nicht unbezahlbar sein.

Wenn man nicht völlig ausgehungert ist, kann man auch dort halbwegs vernünftig essen.
Bei meinen damaligen Flügen aus London kam ich in New York am Terminal 7 an.
Wer die Möglichkeit hat, sollte eher weiter vorne im Flugzeug sitzen.
Bei der Einreise können lange Schlangen entstehen.
Dort wird entschieden, ob man einreisen darf und wie lange man bleiben darf.
Sitzt man ganz hinten, steht bei Ankunft an der Kontrolle möglicherweise bereits ein großer Teil der Passagiere vor einem.
Natürlich können Plätze weiter hinten auch einen Vorteil haben:
Manchmal ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Nachbarsitz frei bleibt.
Auf einem ungefähr siebenstündigen Transatlantikflug ab London kann das deutlich angenehmer sein.
Langstreckenflugzeuge haben außerdem normalerweise Unterhaltungssysteme in den Sitzlehnen.

Filme.
Musik.
USB-Lademöglichkeiten.
Und je nach System weitere Medienfunktionen.
Auf Transatlantikflügen ist Verpflegung üblicherweise inklusive.
Je nach Flugzeit gibt es manchmal mehrere Mahlzeiten.
Nach der Warteschlange folgt die Einreisekontrolle.
Die Verfahren ändern sich im Laufe der Jahre.
Reisende müssen möglicherweise Fingerabdrücke abgeben, fotografiert werden und Angaben zum Aufenthalt machen.
Wer zum ersten Mal einreist, spricht normalerweise direkt mit einem Beamten.

Dort wird gefragt, warum man kommt und wo man wohnen wird.
Die Antworten sollten immer mit den Angaben in den Reisedokumenten übereinstimmen.
Wiederkehrende Reisende können je nach aktuellem System und Berechtigung teilweise Automaten nutzen.
Typische Fragen betreffen den privaten oder geschäftlichen Reisegrund, mitgebrachte Lebensmittel oder Waren und mitreisende Familienmitglieder.
Automatische Systeme können außerdem Fingerabdrücke und ein Foto aufnehmen.
Gerade nach einem langen Flug kann dieses Foto für ziemlich lustige Momente sorgen. :)
Am Ende bestätigt ein Beamter die Einreise.
Die tatsächlich erlaubte Aufenthaltsdauer sollte man immer genau kontrollieren.
Nicht automatisch davon ausgehen, dass man die maximal mögliche Zeit erhält.
Eine Überschreitung kann ernsthafte Folgen für spätere Einreisen haben.
Fleisch oder verderbliche Lebensmittel sollte man nicht ohne vorherige Prüfung der Einfuhrregeln einpacken.

Der Zoll ist streng.
Nicht erlaubte Lebensmittel können bei einer Kontrolle beschlagnahmt und vernichtet werden.
Ich musste mich auf diese Weise schon von Essen verabschieden.
Das tut weh. :)
Vom Flughafenterminal selbst sollte niemand sofort das volle „New-York-Gefühl“ erwarten.
Es bleibt zunächst einfach ein Flughafen.
Nach der Einreise verbinden Flughafenbahnen die Terminals mit Subway und anderen Verkehrsmitteln.
Am JFK stellt der AirTrain die Verbindung zum weiteren öffentlichen Verkehr her.
Preise und Ticketsysteme ändern sich.
Deshalb vor der Reise immer die aktuellen Angaben prüfen.

Hier organisieren viele Besucher auch zum ersten Mal ihre New Yorker Fahrkarte beziehungsweise das aktuelle Bezahlsystem.
Auch dabei gilt:
Nicht auf alte Blogpreise verlassen, sondern aktuelle Informationen der MTA verwenden.
Für Erstbesucher kann eine direkte Flughafenbus-Verbindung oder ein anderer unkomplizierter Transfer nach Midtown Manhattan besonders angenehm sein.
Bei meiner ersten Reise bekam ich unglaublich viel Hilfe von einer Ungarin namens Brigi.
Sie wurde meine Fremdenführerin.
Glaubt mir:
Es macht einen enormen Unterschied, wenn jemand erklärt, wie diese Stadt funktioniert.
Damals fuhr ein Flughafenbus direkt zum Times Square.
Die Fahrt dauerte ungefähr eine bis anderthalb Stunden.

Dort stellt sich dann endlich das echte „Hello New York“-Gefühl ein.
Bei der Wahl einer Unterkunft ist es praktisch, in der Nähe von U-Bahn-Linien zu wohnen, die gut mit dem Zentrum Manhattans verbunden sind.
New York besitzt sehr viele Subway-Linien.
Aber die Karte wird erstaunlich schnell verständlich, sobald man sie benutzt.
Die sechs Stunden Zeitverschiebung zu Ungarn sind schwieriger.
Bei manchen dauert mein sogenannter „Zombie-Zustand“ einen Tag.
Bei anderen mehrere.
Wer abends ankommt und im Flugzeug möglichst nur dann schläft, wenn zu Hause ebenfalls Nacht wäre, kann die Umstellung etwas erleichtern.
Eine Uhr mit der Heimatzeit kann ebenfalls helfen.
Wenn ihr am ersten Tag schon etwas sehen möchtet, kann eine Ankunft am frühen Nachmittag sinnvoll sein.
Denkt aber daran:

Nach Landung, Immigration und Gepäck kann es von ungefähr einer halben Stunde bis deutlich länger dauern, bis man den Flughafen wirklich verlässt.
Danach kommt noch der Weg zur Unterkunft.
Davon sollte sich niemand entmutigen lassen.
New York ist eine riesige Stadt.
Wenn man schließlich in Manhattan ankommt, bekommt man genau das Gefühl, für das viele hierherreisen.
Ich bin inzwischen in meiner Unterkunft angekommen.
Jetzt klappe ich den Computer zu und gehe schlafen.
Ich hoffe, dieser erste Beitrag war nicht zu trocken.
Ich wollte möglichst viele praktische Informationen sammeln.
Man weiß schließlich nie, wem sie irgendwann nützlich sein können.
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