
Begegnung mit einem Weltstar in New York
- Bánhalmi Norbert

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
In New York passiert ständig etwas.
Und praktisch überall kann man zufällig mitten in einen Filmdreh geraten.
Gestern fuhr ich nach einem Interview mit der U-Bahn aus dem nördlichen Harlem nach Manhattan.
Ich beschloss, sechzehn Blocks zu Fuß zu gehen, um meinen Kopf freizubekommen und das Chaos rund um die für den 23. Oktober geplante Fotoausstellung etwas zu sortieren.
In der 51st Street, direkt vor dem MoMA, bemerkte ich, dass sich ein Filmteam auf eine Aufnahme vorbereitete.
Ein grauhaariger Herr lehnte an einem roten Oldtimer-Porsche.
Er fiel überhaupt nicht auf.
Niemand schenkte ihm besondere Aufmerksamkeit — und ich zunächst ebenfalls nicht.
Mich interessierten viel mehr die technischen Lösungen.
Wie beleuchten sie die Straße?
Welche Geräte verwenden sie?

Wie organisiert man eine Filmszene mitten im laufenden Stadtverkehr?
Das ist bei mir wohl Berufskrankheit.
Ich versuche jeden Tag etwas Neues zu lernen.
Als das Lichtequipment aufgebaut wurde, blieben immer mehr Menschen stehen.
Dann rief plötzlich jemand halb laut:
„Hi, Ghostbuster guy!“ :)
Ich sah mir den grauhaarigen Mann genauer an.
Irgendwie kam er mir bekannt vor.
Eine schnelle Wikipedia-Suche löste das Rätsel.
Es war der Schauspieler Bill Murray, inzwischen Mitte sechzig.
Besonders interessant fand ich das Verhalten der Menschen.
Alle sahen zu.
Niemand versuchte, die laufende Arbeit zu stören.
Zwischen zwei Szenen sprangen die Stylisten sofort zu Bill und richteten seine Kleidung.
Währenddessen begann er, die plötzlich größer gewordene Zuschauermenge zu unterhalten und beantwortete einige Fragen.
Es war erstaunlich, wie respektvoll und entspannt alles ablief.
Natürlich gab es praktisch niemanden, der nicht sein Handy oder seine Kamera herausgeholt hätte.
Ich schaffte es, etwas näher an Bill heranzukommen.
In einem freien Moment fragte ich ihn, für welchen Film sie drehten.
Ich rechnete nicht wirklich mit einer Antwort.
Doch er sagte in einem Satz, dass er für einen neuen Werbefilm des MoMA engagiert worden sei.
Mehr dürfe er nicht verraten.
Dann fügte er scherzhaft hinzu, dass schließlich viele mithörten und das Projekt streng vertraulich sei.
Danach wurde die Szene erneut aufgenommen.
Die Zuschauer auf beiden Straßenseiten und die vorbeifahrenden Autos störten den Ablauf überhaupt nicht.
Ich konnte auch einige Sekunden Video aufnehmen.
Ihr könnt es hier ansehen.
Nebenbei beobachtete ich, was Menschen in einer solchen Situation mit ihren Handys machen.
Viele posteten sofort.
Vor allem auf Instagram.
Da kam mir der Gedanke:
Vielleicht reicht es wirklich, nach #newyork oder #nyc zu suchen, und man weiß bereits, was gerade in der Stadt passiert.
Aber jetzt sollen die Bilder sprechen.
Ein paar Aufnahmen habe natürlich auch ich gemacht.
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