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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

07.08. | Kennenlernabend: Wenn Kunst auf die komische Realität trifft

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

Stellt euch vor: ein regnerischer, grauer Dienstag in Wien. Statt gemütlich in einem Café heiße Schokolade zu trinken, stürzten wir uns in die geheimnisvollen Hallen des MAK – Museum für angewandte Kunst.

Ja, ein Museum.

Selbst für mich war die Idee zunächst ungewohnt, aber für Teambuilding und echtes Kennenlernen sind wir offenbar zu allem bereit – sogar zum Kulturschock.

Kaum trugen wir unsere Eintrittsbänder, ging es direkt ins kalte Wasser.

Erste Aufgabe: Teambuilding mit künstlerischer Wendung.

Ich teilte alle in Zweiergruppen ein und gab jedem Paar ein Wort. Dieses Wort sollte anschließend in einem Foto verkörpert werden.

Stellt euch den Spaß vor, wenn jemand „Chaos“ bekommt und versucht, es vor einer perfekt geordneten Vitrine sichtbar zu machen.


Grand gallery interior with glass ceiling and columns, ornate architecture. Budapest.


Das Museum bot tausendundeine Inspiration – oder zumindest tausendundeinen Gegenstand, bei dem man überzeugend sagen konnte: „Genau das!“


Innerhalb von zwanzig Minuten hatte jeder seinen geistigen Seelenverwandten in einer Skulptur, einem Gemälde oder irgendeinem rätselhaften Museumsobjekt gefunden.


Komfortzone erfolgreich gedehnt.


Action! Kamera! Museum!

Natürlich hörten wir hier nicht auf.

Nächste Stufe: Dreiergruppen in der bereits erprobten Besetzung Produzent/Model/Fotograf, die wir im Schatten des Stephansdoms schon eingeübt hatten.

Hier begann das eigentliche Drama.

Für viele war es eine echte Herausforderung, sich der Führung eines anderen anzuvertrauen. Ich stellte mir das Model mit regungslosem Gesicht vor, während der Produzent sagt: „Sei jetzt ein Möbelstück aus dem 18. Jahrhundert, das gerade bemerkt hat, dass ihm ein Bein fehlt.“

Auch die Regisseure mussten den berühmten „Ausstiegspunkt“ finden: jenen Moment, in dem das perfekte Bild fertig ist – idealerweise bevor das Model unter der Last übertriebener Kreativität weinend auf dem Museumsboden zusammenbricht.

Geschichten zwischen den Objekten


Als wäre das noch nicht genug, bildeten wir anschließend Viererteams aus Menschen, deren künstlerische Wege sich an diesem Tag noch nicht gekreuzt hatten.


Wir eroberten einen weiteren Museumstrakt. Zwei Personen spielten oder unterhielten sich, eine führte Regie, eine fotografierte – danach wurde gewechselt.

Der Kern: Geschichten in Szenen erzählen.

Jetzt war die Fantasie endgültig frei.

Wir sahen einen Museumskrimi, eine romantische Geschichte im Schatten einer antiken Vase und sogar Szenen, bei denen zeitgenössische Kunst für dramatische Hintergrundspannung sorgte.

Gleichzeitig bestaunten alle die besonderen Ausstellungsräume und bauten deren Architektur kreativ in die eigenen Bilder ein.


Frieden nach dem Chaos – oder die Party danach


Am Ende des Tages gab es natürlich eine Besprechung, bei der jeder seine manchmal ziemlich verrückten Erlebnisse teilte.


Danach: freie Zeit.


Und hier zeigte sich wunderbar, wie unterschiedlich wir sind. Manche stürzten sich sofort auf die Museumsbar und gönnten sich ein wohlverdientes Getränk – ob sie es künstlerisch konsumierten, ist nicht dokumentiert.

Andere verloren sich bis zur Schließung in den Ausstellungen, als wäre das Museum ihr zweites Zuhause.

Einige gingen direkt weiter in einen Musikclub und gründeten ein eigenes musikalisches Community-Projekt.


  • foto by: BANHALMI
  • foto by: BANHALMI
  • foto by: BANHALMI
  • foto by: BANHALMI
  • foto by: BANHALMI


Und natürlich gab es auch Leute, die sich im Regen spontan vor meine Kamera stellten.

Auf den Fotos sieht man den Regen meiner Meinung nach überhaupt nicht.

So ein Museumsabenteuer hatte ich wirklich noch nie.

Und macht euch bereit: Nächsten Dienstag geht es gleich wieder in ein Museum – zu IKONO Vienna.

Wer weiß, vielleicht gibt uns dort ein aus Stein gehauener Dinosaurier die nächste kreative Aufgabe. Oder wir sitzen einfach im Café und erzählen Geschichten, während sich der Staub der Geschichte auf unsere digitalen Geräte legt.

Eines ist sicher: An visuellen Erlebnissen wird es nicht fehlen.

Hier eine Auswahl der Arbeiten unseres Teams.


  • 07.08. MAK Wien - BMI Fotoklub Wien
  • 07.08. MAK Wien - BMI Fotoklub Wien
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