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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

06.24. | So gestaltest du das perfekte Bild für deine Wand

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

Bring den Künstler in dir hervor!

Wenn du etwas von Menschen Geschaffenes fotografierst, verdichtest du in Wahrheit die Arbeit einer ganzen Kette von Künstlern in einem einzigen Bild.


Tizenhárom ember a Hundertwasser-ház előtt, sok mosolygós arc, pozíció, nyaralás.


Der Sommer hat dieses Jahr offenbar nicht angeklopft, sondern gleich die Tür eingetreten. Damit startete auch die familienfreundliche, bewusstseinserweiternde Ausgabe unseres Fotoklubs. In den kommenden zwei Monaten suchen wir nicht nur Wiens fotogenste Ecken, sondern wagen uns direkt in das Labyrinth unseres eigenen Inneren, um jene Stimme zu erwischen, die meistens erst dann etwas Sinnvolles sagt, wenn wir schon schlafen.

Diesen Dienstag wurde das Hundertwasserhaus zum Schauplatz unseres psycho-fotografischen Experiments.

Und wenn man darüber nachdenkt, ist das Ganze eine Art künstlerische Inception.

Wenn du ein von Menschen geschaffenes Objekt fotografierst, komprimierst du eine ganze Kette von Kreativen in einen einzigen Bildausschnitt. Nehmen wir das Hundertwasserhaus. Jemand entwarf eine Fliese. Jemand anderes stellte sie her. Dann kam vermutlich ein weiterer Mensch mit reichlich kreativer Spannung und zertrümmerte sie. Da war der Architekt, der das Ganze erdachte, der Handwerker, der die gebrochenen und ganzen Teile anbrachte, und all jene, die das Projekt tatsächlich realisierten.

Wenn meine Mathematik stimmt, ist das bereits eine kleine Armee von Künstlern, deren gemeinsames Werk wir bescheidenen Fotografen mit einem einzigen Klick festhalten können.

Das Starterpaket: geladenes Smartphone und Kopfhörer.

Die Mission: eine ziemlich komplexe innere Entgiftung, deren vollständige Erklärung einen eigenen Kurs verlangen würde. Entscheidend war: Am Ende des Abends ging jeder mit einem Bild nach Hause, das er sich wirklich an der eigenen Wand vorstellen konnte.

Den ersten Impuls gab Yirumas River Flows in You. Ich wählte das Stück, weil diese Klaviermusik eine erstaunliche Fähigkeit besitzt, Menschen innerhalb weniger Sekunden emotional kapitulieren zu lassen und Gedankenschleifen wie „Was gibt es zum Abendessen?“ oder „Habe ich die Rechnung bezahlt?“ auszuschalten.

Die Aufgabe klang lächerlich einfach: Suche nichts.

Jage nicht dem guten Licht hinterher. Komponiere nicht bewusst. Schalte den analysierenden Kopf aus und folge deinem Instinkt wie eine extrem selbstbewusste Brieftaube ohne GPS.

Sechs Themen – und eine grausame Wendung: pro Thema genau ein Foto.

Natürlich löste das zunächst einige kleinere innere Notfälle aus.

Am Ende jeder Runde kam das digitale Blutopfer: DAS EINE Bild auswählen, alle anderen in die digitale Vergänglichkeit schicken.

Und etwas Merkwürdiges geschah. Je tiefer wir in die Gewässer des Instinkts glitten, desto klarer wurde vielen, dass häufig schon das erste Bild das stärkste gewesen war.

Ärgerlich, oder?

Manchmal ist das Unterbewusstsein der bessere Fotograf als der verkrampft denkende Kopf.

Die Übung hatte dabei ein sehr konkretes Ziel: Jeder fotografierte für einen bestimmten Platz in der eigenen Wohnung.

Damit streiften wir bereits die Grenze zum Foto-Voodoo. Jeder musste laut die Farbe der ausgesuchten Wand und die dazu passenden Umgebungsfarben nennen.

Damit begann die Programmierung des Unterbewusstseins.

Irgendwo in einem Hinterzimmer unseres Gehirns begann offenbar ein kleiner Mitarbeiter, genau nach diesen Farben zu suchen, während wir zu Klaviermusik durch die Gegend schlenderten.

Der eigentliche Durchbruch kam in der Mitte, als jeder einen kreativen Partner wählen durfte.

Zuerst wurde zur eigenen Lieblingsmusik gestaltet. Danach kam der Tausch: Die Paare wechselten die Musik und sollten sich vom Soundtrack des anderen inspirieren lassen.

Es war erstaunlich zu sehen, wie gut Menschen auf völlig fremde Musik reagieren konnten. Plötzlich öffneten sich neue visuelle Türen.

Die Erklärung ist natürlich höchst wissenschaftlich: Jeder hatte sich instinktiv jemanden ausgesucht, dessen Aura ohnehin kompatibel war.

Dann folgte ein wenig Komfortzonen-Training: Schwarz-Weiß-Modus.

Gestalten. Auslösen. Aber das Bild erst nach 10–20 Sekunden anschauen.

Warum diese Grausamkeit?

Den bewussten Kontrollzwang hatten wir inzwischen erfolgreich in den Hintergrund gedrängt. Schwarz-Weiß half zusätzlich, Formen, Licht und Schatten wahrzunehmen, statt sich von Farben verführen zu lassen.

Das führte bei einigen zur monochromen Erleuchtung: Vielleicht braucht jene bestimmte Wand gar kein Farbbild. Vielleicht gehört dort ein dramatisches Schwarz-Weiß-Foto hin.

Und dann kam die letzte Wendung.

Augen schließen und den Raum vorstellen, in dem das Bild hängen wird.

Ist dort Harmonie – oder fehlt etwas? Welche Energie, welche Stimmung braucht der Raum?

Wenn du das Gefühl gefunden hast, verbinde es mit einer Farbe und einer Form. Eckig oder rund?

Stell dir das Bild mit dieser Form und Farbe an der Wand vor. Fühlt es sich richtig an, hast du die Richtung.

Passende Musik in die Ohren. Eine Minute Meditation. Danach dem Instinkt folgen.

Eine einzige Auslösung.

Keine Korrektur. Kein „nur noch eins“. Kein „vielleicht aus einem besseren Winkel“.

Und der Prozess funktionierte.

Schauen wir uns an, wie die Arbeiten entstanden – direkt aus einer Schicht, die tiefer liegt als bewusste Planung.

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Kültéri jelenet sok lakóépülettel, zöld területtel és emberekkel a szabadban.


Unser nächster Termin findet am 1. Juli von 17:30 bis 19:00 Uhr in Alt-Erlaa statt. Details findest du hier.

In derselben Woche, am Nachmittag des 3. Juli, gibt es außerdem ein Treffen speziell für Kinder und ihre Eltern. Details dazu findest du hier.


  • Anna Isabella Ihring - BMI Fotoklub Wien
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  • Mandity Klaudia - BMI Fotoklub Wien
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  • ISA - BMI Fotoklub Wien
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  • Anna Isabella Ihring - BMI Fotoklub Wien
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  • AndreaWettstein - BMI Fotoklub Wien
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  • B.ella - BMI Fotoklub Wien
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  • Csonka Zsuzsanna - BMI Fotoklub Wien
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  • Bánfi Mihály - BMI Fotoklub Wien
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