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// Hinter den Kulissen. Ein Foto und die Geschichte dahinter!

04.15 | Die Magie der Doppelbelichtung

  • Autorenbild: Bánhalmi Norbert
    Bánhalmi Norbert
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

Heute Morgen sah die Wettervorhersage aus wie der Trailer zu einem Horrorfilm: dunkle Wolken, angekündigte Blitze und in der Hauptrolle … unser Wohnungsfenster. In meinem Kopf liefen bereits oscarverdächtige Outdoor-Fotoserien ab, und eigentlich hätte uns ein Tag voller künstlerischem Höhenflug in der Stadt erwartet. Doch das Schicksal — und das Wetter — hatten andere Pläne.

Der Tag kroch dahin wie eine faule Schnecke, während meine kreative Energie irgendwo im Bermudadreieck festzustecken schien. Langsam glaubte ich, dass die heutige Ausbeute ungefähr so groß ausfallen würde wie eine Kaktusblüte mitten in der Wüste — also gleich null. Dann, als hätte ein böser kleiner Kobold den Reißverschluss der Wolken geöffnet, begann gegen vier Uhr nachmittags der große Regen. Ich stand am Fenster wie eine verdutzte Eule und starrte auf die herunterlaufenden Wassertropfen.

Ich machte mich auf den Weg zum Schwedenplatz, schaffte es aber irgendwie, mich in der Zeit zu verirren, als wäre ich durch ein schwarzes Loch gefallen. Ich kam so spät an, dass ich vor Scham am liebsten im Boden versunken wäre. Gerade hielt ich mein Telefon fest und bereitete mich innerlich auf die peinliche Erklärung vor, als — BUMM! — der göttliche Funke einschlug. Doppelbelichtung! Erst vergangene Woche hatten wir mit Snapseed die Grundlagen dieser Technik gelegt. So konnten wir sogar diejenigen online einbeziehen, die nicht vor Ort sein konnten, und trotzdem etwas richtig Starkes schaffen.

Ich griff sofort zum Telefon, gestand, dass ich noch nicht einmal in der Nähe der Schule war, und bat das Team, auf dem Handy drei Bilder auszugraben, die so schlecht waren, dass sie schon fast wieder künstlerisch wirkten. Ich glaube, selbst die Richterskala hätte das Ausmaß meiner Verspätung nicht genau messen können. Zum Glück wusste sich die Gruppe bis dahin bestens selbst zu beschäftigen.

Schon bald stürzten wir uns in den spannenden kreativen Prozess. Zuerst mussten wir ein Foto auswählen, das sowohl helle als auch dunkle Bereiche enthielt. Dieses wurde optimiert und anschließend komplett in Schwarz-Weiß verwandelt. Danach legten wir ein Farbfoto darüber und brachten die beiden Welten mit Snapseeds Doppelbelichtungs-Werkzeug in Einklang. Dazu kam noch ein wenig Würze durch Filter, ein paar kleine Anpassungen — und voilà: Unser kleines digitales Frankenstein-Monster war geboren und sah irgendwie trotzdem wunderschön aus.

Das Team verfiel diesem Stil so sehr, dass wir ernsthaft darüber nachdachten, unsere Ausstellung im November ausschließlich mit solchen Doppelbelichtungs-Wundern zu bestücken. Als Hausaufgabe bekam jeder eine „Übe wie besessen“-Challenge, denn in der kommenden Woche werden wir Basis- und Overlay-Bild ganz bewusst planen.

Nächstes Treffen: 2025.04.22. 17:00–20:00

Wenn du Lust bekommen hast mitzumachen, komm vorbei und schließ dich uns an.

  • B.ella | BMI Fotoklub Wien
  • Deniz | BMI Fotoklub Wien
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  • na[t]ive pictures | BMI Fotoklub Wien
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  • AndreaWettstein | BMI Fotoklub Wien
  • na[t]ive pictures | BMI Fotoklub Wien
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