04.08 | Das Detektivfilm-Plakat
- Bánhalmi Norbert

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
Ich hatte eine Idee und verordnete den Mitgliedern des Fotoklubs eine kleine Spiegeltherapie. Ihr wisst schon: die Sorte Therapie, bei der man plötzlich auf der anderen Seite der Kamera landet und merkt, dass Modeln nicht nur aus Posieren und „Cheeeeese!“ besteht. Im Grunde war es ein psychologisches Intensivtraining — nur eben mit einer Kamera in der Hand.
Unsere tapferen Fotografen bekamen drei unangenehme — sprich: lehrreiche — Aufgaben. Zuerst wurden sie paarweise eingeteilt, fast wie auf der Arche Noah. Nur mussten sie diesmal einen Detektivfilm drehen — beziehungsweise dessen Plakat fotografieren. Der Haken?
Nur das Model wusste, welches dunkle Geheimnis oder welche tiefe Emotion es spielen sollte. Der Fotograf musste den entscheidenden Moment einfangen, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Geschichte zu haben. Stellt euch vor, was Passanten gedacht haben mögen, wenn das „Model“ gerade einen geheimnisvollen Telefonanruf mimte und dabei mit einem Blumentopf auf dem Kopf herumlief.
Im zweiten Akt wurde getauscht. Diesmal verriet das Model den Filmtitel — vermutlich etwas in der Art von „Die Rache des Hamsters von nebenan“ — und der Fotograf musste daraus etwas Unvergessliches machen. Jetzt durfte man Anweisungen geben wie ein besessener Regisseur, auch wenn das Model nicht immer verstand, was „Schau geheimnisvoll in die Ecke, als würde dort der Beweis lauern“ eigentlich genau bedeuten sollte.
Die dritte Aufgabe, „Such dir einen Kumpel“, war der Höhepunkt. Zwei Menschen, ein Gehirn — oder zumindest ein gemeinsamer Titel — und beide mussten beide Seiten der Kamera erleben. Die Zugabe? Ein einziger Klick. Als würden wir mit einer uralten Filmkamera arbeiten, bei der jedes Bild ein Vermögen kostet. Natürlich war die Bitte „möglichst nur einmal auslösen“ ungefähr so wirksam wie der Versuch, Katzen zu hüten.
Danach folgte die große Auswertung, bei der alle ihre Erfahrungen teilen konnten. Anschließend kam Snapseed zum Einsatz, diese herrlich simple digitale Zauberstange, mit der man selbst aus einer Katastrophe noch etwas halbwegs Ansehnliches machen und die Bilder gleich beschriften kann.
Was haben wir gelernt? Fotografen, die am liebsten alles inszenieren und kontrollieren, litten bei der ersten Aufgabe besonders. Erwachsene wiederum grübeln ewig darüber nach, welches Bild denn nun „wirklich gut“ ist, während das Model längst losgezogen wäre, um einen bequemeren Stuhl zu suchen. Kinder nehmen die Sache dagegen erstaunlich locker, weil sie die Dinge noch nicht unnötig kompliziert machen.
Am Ende des Tages bat ich die Kollegen, mir für den heutigen Blogbeitrag jene Plakate zu schicken, die ihrer Meinung nach am besten gelungen waren. Ich bin gespannt, welches der vielen „Ein-Klick“-Meisterwerke den Publikumspreis gewinnt. Stay tuned!

Deniz | BMI Fotoklub Wien 
na[t]ive pictures | BMI Fotoklub Wien 
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B.ella | BMI Fotoklub Wien 
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AndreaWettstein | BMI Fotoklub Wien 
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LaRo Art | BMI Fotoklub Wien 
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AndreaWettstein | BMI Fotoklub Wien 
Jupiter | BMI Fotoklub Wien 
NaylivArt | BMI Fotoklub Wien 
AndreaWettstein | BMI Fotoklub Wien 
Kondits Zoltán | BMI Fotoklub Wien 
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LaRo Art | BMI Fotoklub Wien 
nmarci812 | BMI Fotoklub Wien 
NaylivArt | BMI Fotoklub Wien 
NaylivArt | BMI Fotoklub Wien 
LaRo Art | BMI Fotoklub Wien 
Denise Trajkovska | BMI Fotoklub Wien 
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